"Ich habe die Wolken von oben und unten gesehen" von Karl Gabl

Das Buch "Ich habe die Wolken von oben und unten gesehen" von Karl Gabl ist im Tyrolia Verlag erschienen.

Treffender als der offizielle Titel scheint mir der Untertitel „Die Berge, das Wetter, mein Leben“ mit dem fast schon alles gesagt ist, womit sich Karl Gabl, Wetterprophet und „Sturmguru“ aus seinem bisherigen Leben berichtet. 70 Jahre ist er alt – wie viele Höhenbergsteiger haben sich über Jahrzehnte auf seine Prognosen verlassen können. Ebenso wie Zehntausende von Normalbergsteigern, die sich wie ich, gerne auf die meist sehr zuverlässigen Vorhersagen der Wetterdienststelle Innsbruck verlassen. Was hat uns dieser Mensch, der nebenbei auch geprüfter Berg- und Skiführer ist, zu erzählen? Dass es nur eine kleine Auswahl aus der Fülle des Lebens sein kann, versteht sich dabei von selbst.

Über 20 eigene Geschichten sind es geworden, die Professor Karl Gabl zu Papier gebracht hat. Den Anfang bilden Kindheitserinnerungen aus der Nachkriegszeit. Amüsant zu lesen ist der Bericht über das Entstehen der Bergleidenschaft; kaum zu glauben wie der Zehnjährige mit seinem Onkel und vier weiteren Kindern ohne Seil den Patteriol ersteigt. Ebenso staunenswert – vor allem wenn man die Ausrüstung Anfang der 70er Jahre bedenkt – ist die damals höchste Skiabfahrt vom 7492m hohen Noshaq, dem höchsten Berg Afghanistans. Eingeschoben sind kurze Berichte von Weggefährten wie Wolfgang Nairz, Thomas und Alexander Huber, Gerlinde Kaltenbrunner, Heinz Zak und vielen anderen, die bei ihren Unternehmungen weltweit von seinen Ratschlägen profitiert haben. Ralf Dujmovits bringt es auf den Punkt „Ihm habe ich ein großes Stück weit alle vierzehn Achttausender zu verdanken. Sowie alle meine Finger und Zehen.“

Die Geschichten wirken durchweg authentisch. Sehr eindrucksvoll berichtet Karl Gabl etwa von den 143 Lawinentoten im Winter 1954, von der vergeblichen Suche nach seiner Cousine Gertrud in einer Lawine am Rendl im Jahre 1976 und vom unbeschreiblichen Glück, von einer Lawine verschont zu bleiben, die über das eigene Haus hinwegfegt. Die dazu gehörigen Fotos aus dem Jahre 1988 lassen die Gewalt der Natur sichtbar werden. Besteigungen, Expeditionen und natürlich auch immer wieder das Wetter, von dem so oft der Erfolg eines Vorhabens und manchmal auch das eigene Leben abhängen.

Fazit:
Was bleibt zum Schluss? Der Stolz „mit fast 66 Jahren noch einmal auf einem Siebentausender zu stehen“? Nein es bleibt viel mehr, als es Karl Gabl in seiner Bescheidenheit selbst ausdrückt. Es bleibt der Eindruck eines imposanten, vielgestaltigen Lebenswerks. Prädikat: Unbedingt lesenswert.

2016, Tyrolia Verlag ISBN 9783702235451, 240 Seiten, € 24,95
Für weitere Informationen: Tyrolia Verlag


Buchbesprechung vom 05.11.16 © Gipfelsammler Claus

"Zu Fuss hält die Seele Schritt" von Achill Moser

Das Buch "Zu Fuss hält die Seele schritt" von Achill Moser ist im Atlantik Verlag (im Hoffmann und Campe Verlag GmbH) erschienen.

Zum Autor:
Achill Moser, geboren 1954, studierte Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik und Arabistik. Lange Zeit lebte er bei nomadisierenden Völkern in Afrika und Asien. Er lebt heute in Hamburg als freier Journalist, Fotograf und Vortragsreferent. Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt "Das Glück der Weite" (2009) und "Über die Alpen nach Italien" (2011) (http://www.achillmoser.de).

Zum Aufbau:
1. Wenn die Seele Freiraum braucht - Vom Loslassen und Aufbrechen
2. Die Magie der Prärie - Unterwegs im Mittleren Westen der USA
3. Gehen gegen den Strom der Zeit - Lebenslust neu entdecken
4. Ein spanischer Wandersommer - Auf den Spuren von Don Quijote durch Kastilien-La Mancha
5. Der Weg ist das Ziel - Die Kunst, dort zu sein, wo man ist
6. Am heiligen Fluss - Eine Nil-Wanderung von Kairo nach Luxor
7. Gehen, um zu denken - Wenn die Natur zur Denklandschaft wird
8. Zu Fuß durch Deutschland - 1400 Km entlang der innerdeutschen Grenze
9. Pilgern - Auf dem Weg zu sich selbst
10. Spuren im Sand - Auf der Route des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs durch Marokko
11. Du musst wie ein Kamel gehen - Von Nomaden lernen
12. Gehen über Lava und Eis - Unterwegs auf Island
13. Gehen, um Spiritualität zu erfahren - Mit Ehrfurcht und Demut durch die Natur
14. Drachen über Peking - Ein Stadtspaziergang durch Chinas Hauptstadt
15. Ausrüstung - Die Reduzierung auf das Wesentliche
16. Zur Vogelinsel Bass Rock - Eine Wanderung an Schottlands Ostküste
17. Ankommen - Wie man das Glück in den Alltag mitnimmt

Zum Vorwort:
Seine Liebe zum "Zu-Fuß-Reisen" ist für Achill Moser das Allheilmittel gegen die Stressfaktoren der Zivilisation, ein Zugewinn an Lebensfreude und eine Form der Glückssuche. Dabei spielt es für Ihn keine Rolle, wo er gerade unterwegs ist. Allein das Gefühl des gepackten Rucksackes auf den Schultern verschafft Ihm prickelnde Erregung. Seine Leidenschaft zum Gehen und Wandern wurde bei Ihm Ende der siebziger Jahre bei einer Reise in den wilden Norden Kenias geweckt. Als Student der Afrikanistik lebte er damals viele Monate beim Naturvolk der Turkana und durfte diese auf einigen ihrer Viehwanderungen durch Kenias Wüste begleiten. Neben dem Erlebnis von Hitze, Durst, Sandstürmen und Raubtieren hat Ihn bis heute am meisten das Verhalten der Turkana bewegt: Nach langem Marsch warteten sie eine gewisse Zeit vor dem Zielort, damit ihre Seele sie einholt. Denn: Nur zu Fuß hält die Seele schritt.

Zum Inhalt:
Die einzelnen Tourenberichte werden vom Autor in Tagebuchform vorgetragen. Es handelt sich dabei aber nicht wie in einem Programmheft um die Einhaltung und Aufzählung einer chronologischen Abfolge, sondern vielmehr um authentisch vorgetragene Reiseberichte mit Blick auf das Wesentliche. Höhenmeterangaben oder sonstige Leistungsparameter sucht man vergebens. Achill Moser nimmt den Leser mit auf Reisen, die nicht willkürlich ausgewählt wurden, sondern für die historisch oder kulturell bedeutende Ereignisse den Rahmen bilden. Exemplarisch möchte ich hier auf den spanischen Wandersommer eingehen, in dem sich Achill Moser auf die Spuren von Don Quijote Autor Miguel de Cervantes und seiner Protagonisten begibt. Eine Spurensuche, man könnte auch Schnitzeljagd sagen, nach Hinweisen zwischen Realität und Fiktion in Kastilien und in den Erzählungen von Cervantes. Er trifft unterwegs besondere Menschen mit ganz persönlichen Geschichten und schenkt Ihnen Bedeutung durch die Erwähnung in seinen Reiseberichten.

Neben den Reisezielen beschäftigt sich der Autor auch viel mit sich selbst. In Selbstreflexionen zeigt er unterwegs Parallelen in seinem eigenen Verhalten und das der Gesellschaft auf, philosophiert über das Leben und zeigt für jeden Möglichkeiten eines bewußteren Wahrnehmens auf. Es geht nicht nur um das Ablaufen eines Weges oder das Erreichen eines Zieles. Wie so oft ist der Weg ist das Ziel. Der Leser erhält neben authentischen Reiseerlebnissen eine Anleitung für den eigenen Weg. Entschleunigung, bessere Wahrnehmung und Reduktion auf das Wesentliche entlasten und bereichern das Leben zugleich. Ein universeller Lebensratgeber. Man merkt das auch an den einleitenden Lebensweisheiten, mit denen jedes Kapitel beginnt. "Die Kunst, dort zu sein, wo man ist" ist hier nur ein Beispiel.

Ebenfalls die Worte von Antoine de Saint-Exupery, mit denen ich meine Buchbesprechung beenden möchte:

"Auf die Haltung alleint kommt es an.
Denn nur sie allein ist von Dauer und nicht das Ziel,
das nur ein Trugbild des Wanderers ist,
wenn er von Grat zu Grat fortschreitet,
als ob dem erreichten Ziel ein Sinn innewohnt"
(Antoine des Saint-Exupery).

Fazit:
Sehr lesenswertes Reisetagebuch mit universellen Lebensweisheiten, die der Autor durch Selbstreflexion für sich erfahren hat und den Leser mit auf die eigene Reise geben möchte. Die ausgewählten Touren sind für sich alle einzigartig und dennoch kann Sie jeder nacherleben; dann aber in einer eigenen Geschichte.

2016, Atlantik Verlag (im Hoffmann und Campe Verlag GmbH) ISBN 9783455700176, 272 Seiten, € 22,00
Für weitere Informationen: Hoffmann & Campe


Buchbesprechung vom 20.08.16 © Wanderpfa.de

"Julius Payer, Die unerforschte Welt der Berge und des Eises" von Frank Berger

Das Buch "Julius Payer, Die unerforschte Welt der Berge und des Eises" von Frank Berger ist im Tyrolia Verlag erschienen.

In diesem umfassenden Werk über Julius Payer werden die verschiedensten Facetten dieses bedeutenden Alpinisten und Polarforschers ausführlich beleuchtet.

Wer Payer nur auf seine Rolle als Erstbesteiger von fast 60 Gipfeln im Adamello- und Presanellagebiet und in der Ortlergruppe reduziert, wird ihm sicherlich nicht gerecht. Für die Geschichte der Entdeckungen und Eroberungen wesentlich bedeutender sind seine Leistungen als Polarforscher und als Autor geografischer Werke. Daneben können sich auch seine Zeichnungen und Gemälde sehen lassen. Zahlreiche Abbildungen des Buches belegen diesen Eindruck.
Frank Berger gelingt es, einen allumfassenden Einblick in das Leben und Tun Payers zu gewähren. Der Leser erfährt nahezu alles über die Familiengeschichte Payers, die Entstehung seines Endeckerdranges, seine Militärlaufbahn und über den detaillierten Ablauf seiner Bergfahrten und Expeditionen nach Grönland und in die Regionen des Nordpolarmeers. Nebenbei erfährt man auch einige Anekdoten, etwa über die Namensgebung des Franz-Josef-Landes. Freilich: Der Autor ist Historiker. Einer, der sich viel mit der Thematik Polarkunde auseinandergesetzt hat; kenntnisreich und belesen. Man darf sich vor diesem Hintergrund allerdings keinen spannend geschriebenen Roman erwarten. Aber wer sich etwa in die Situation Payers während des Winters in Grönland hineinversetzen möchte, wer Tag für Tag über das mühevolle Vorwärtskommen berichtet haben will, der kann große Teile des Lebens Payers miterleben, so groß ist die Vielzahl an akribisch zusammengetragenen Einzelheiten. Ob es aber wirklich notwendig ist, jeden einzelnen Regentag während der Erkundungen des Ortlergebietes zu schildern, mag jeder für sich beurteilen. Mir persönlich wird's da manches Mal des Guten etwas zu viel. Interessant ist jedenfalls auch der weitere Lebensweg Payers; seine Karriere als Künstler und sein Schicksal, das ihn die Sprache verlieren ließ.

Fazit:
Alles in allem ist das anlässlich des 100. Todestages Julius Payers erschienene Werk so vielfältig angelegt, dass es dem Schaffen dieses bedeutenden Mannes sicherlich mehr als nur gerecht wird. Es wäre ja auch schade, wenn er nur als Namensgeber einer bekannten Hütte an Südtirols höchstem Berg in Erinnerung bliebe.

2016, Tyrolia Verlag ISBN 978-88-6839-062-4, 268 Seiten, € 25,70
Für weitere Informationen: Tyrolia Verlag


Buchbesprechung vom 29.05.16 © Gipfelsammler Claus

"Per Zeitmaschine durch die Geschichte"

Das Buch "Per Zeitmaschine durch die Geschichte" von James Wyllie, Johnny Acton und David Goldblatt ist im Atlantik Verlag (Hoffmann & Campe) erschienen.

Klappentext:
Haben Sie sich schon einmal gefragt...
...von wo aus Sie den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 am besten gesehen hätten?
...wie teuer der Eintritt zur ersten Weltausstellung 1851 in London war?
...wie die sanitären Anlagen zu Zeiten Kublai Khans in Xanadu beschaffen waren?
...wie der Undress-Code im Woodstock des Jahres 1969 aussah?
...wie die Stimmung bei der allerersten Premiere 1599 in Shakespeares Globe Theatre war?
...wie viel Alkohol täglich an Bord von Captain Cooks Endeavour floss?
Dieses Buch kennt die Antworten - und vieles mehr. Es hilft Ihnen bei der Organisation Ihrer nächsten Reisen zu den spektakulärsten Ereignissen der vergangenen 2000 Jahre. Vergessen Sie Museen und Geschichstbücher - erleben Sie Geschichte Live und in Farbe.
Die Zeitreisen OHG bringt Sie per Zeitmaschine zurück in die Vergangenheit. Erleben Sie vor Ort den Ausbruch des Vesuv, den Fall der Berliner Mauer oder das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo. Segeln Sie mit Captain Cook nach Tahiti und Australien, oder verbringen Sie ein paar Monate mit Marco Polo bei Kublai Khan. Neben Abenteuer- und Extremreisen finden Sie auch kulturelle und sportliche Mega-Events in unserem Programm, unter anderem die allererste Premiere in Shakespeares Globe Theatre oder den Rumble in the Jungle in Kinshasa. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Inklusive Tipps zu Unterbringung, Verpflegung, Währung und Kleiderordnung.

Buchvorstellung:
Das Buch ist in Form und Inhalt einem herkömmlichen Reiseführer nachempfunden. Ein paar einleitende Worte des Reiseveranstalters "Zeitreisen OHG" geben Einblick in die Funktion der Zeitmaschine und legen ganz nebenbei noch ein paar Reisebedingungen fest. Es folgt eine kurze Einweisung in die Handhabung der ergänzenden Hinweise zur richtigen Bekleidung, zum richtigen Verhalten vor Ort, zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen usw., die zu Beginn jeder Reise nochmals separat aufgeführt werden. Ein weiterer Punkt sind Hinweise des Veranstalters auf mögliche Auswirkungen auf das "Raum-Zeit-Kontiuum" durch Eingriffe in das Geschehen vor Ort. Durch Kontakte zu Personen vor Ort könnte es hierbei zu leichten Verschiebungen der eigenen Identität kommen. Die Idee der Reisen mit der "Zeitmaschine" wird von den Buchautoren von Beginn an konsequent durchgezogen.
Die "Zeitreisen" sind thematisch sortiert nach Teil 1: Ausstellungen und Festivals, Teil 2: Historischen Momenten, Teil 3: Kulturelle und sportliche Großereignisse, Teil 4: Die großen Entdeckerfahrten und Teil 5: Extremereignisse. Zu den Reiseunterlagen gehören - sofern vorhanden - Kartenmaterial und historische Aufnahmen. Ergänzende Hinweise zu Verpflegungsmöglichkeiten, Unterkünften, Tipps zu Kleidung und unauffälligem Verhalten in der Öffentlichkeit gehören ebenso zu jedem Ausflug wie originelle Hinweise zu Verhalten in Notlagen.
Ein minutiös geplanter Reiseablauf gibt die wichtigsten Stationen vor und legt auch gleich den genauen Zeitpunkt der Rückreise fest. Hinweise zu den besten Aussichtspunkten auf das Geschehen vervollständigen die Reisebeschreibung.

Fazit:
Authentischer Reiseführer zu historischen Ereignissen mit Rückkehrgarantie
Zu Verschiebungen im "Raum-Zeit-Kontiuum" oder der eigenen Identität ist es zum Glück nicht gekommen. Zumindest ist mir nichts diesbezügliches aufgefallen. Trotzdem habe ich das gelesene Buch mit einer Schärfung meines Bewusstseins aus der Hand gelegt. Unterwegs auf den Reisen war ich spürbar mit vielen neuen und ungewohnten Eindrücke beschäftigt; ein Beleg für ein authentisches Gefühl beim "virtuellen" Besuch der historischen Momente. Einen Nachweis über die Authentizität der genauen zeitlichen Abfolge sowie der beteiligten Personen lässt das Buch dagegen offen, was aber den Lesespass nicht mindert. Die hinter dem Buch steckende Idee hat mich vom Beginn an begeistert und abschließend lässt sich für mich festhalten, dass ich auf den unternommenen Reisen von Anfang bis zum Schluss gefesselt war.

Für meinen Geschmack handelt es sich um eine gute Auswahl der historischen Ereignisse. Ich hätte die unterschiedlichen Reiseziele aber gerne in chronologischer Reihenfolge besucht. Nach meinem Aufenthalt beim Woodstock-Festival 1969 geht es nämlich erst wieder zurück nach 1789 zum Zug der Frauen nach Versailles. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 unternimmt man die Fahrt zu den Olympischen Spielen 161 n.Chr.

Eine kräftige Portion Vorstellungskraft und Phantasie sollte jeder Leser mitbringen, denn sonst besteht die Gefahr, schnell die Lust an den geschichtlichen "Zeitreisen" zu verlieren.

2016, Atlantik Verlag (Hoffmann & Campe) ISBN-13: 978-3-455-37035-5, 288 Seiten, € 17,00
Für weitere Informationen: Hoffmann & Campe Verlag


Buchbesprechung vom 25.06.16 © Oliver vom Wanderpfa.de-Team


"Heinz Zak: Stubai - Die Berge und das Tal"

Das Buch "Stubai - Die Berge und das Tal " von Heinz Zak ist im Tyrolia Verlag erschienen.

Klappentext:
Von der weiten hochalpinen Gletscherwelt um Zuckerhütl und Wilden Freiger oder den dolomitenartigen Felszinnen der Kalkkögel über die erlebbare Urkraft des Wassers an den zahlreichen Seen, Wildbächen und Wasserfällen bis hin zu einzigartigen talnahen Kraftplätzen in der Natur: Das Stubaital und seine Berge sind zu allen Jahreszeiten ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Heinz Zak zeigt in atemberaubenden Perspektiven und einzigartigen Bildern die ganze Größe und Schönheit dieser Bergwelt und stellt die schönsten Wander- und Tourenziele vor: eine Hymne an die Freude, selbst in den Bergen unterwegs zu sein, und ein Fest für die Sinne.

Buchvorstellung:
Beim Namen "Stubai" denken die meisten entweder an bekannte Gipfel wie Serles, Habicht, Zuckerhütl und Kalkkögel oder an die Skigebiete "Schlick 2000" und "Stubaier Gletscher". Dass das Stubaital, jenes 35 Kilometer lange Seitental des Wipptales südwestlich von Innsbruck, mehr zu bieten hat als Modegipfel und Skitourismus, beweist Heinz Zak in seinem Buch "Stubai – Die Berge und das Tal". Der frühere Hauptschullehrer Heinz Zak, Jahrgang 1958, wohnt in Scharnitz und ist als Extremkletterer mit den Stubaier Alpen sehr vertraut.

"Stubai – Die Berge und das Tal" ist in erster Linie ein Bildband. Das Buch zeigt überwiegend große, teilweise auch doppelseitige Landschaftsaufnahmen aus den Bergen rund ums Stubaital. Alle Aufnahmen werden ausführlich beschrieben. Ergänzt werden die Fotos jedoch von rund zwei Dutzend kurzen Texten. Darin beschreibt der Autor unter anderem den Stubaier Höhenweg sowie von ihm unternommene Kletter- und Skitouren. Je weiter man in dem Buch beim Lesen voranschreitet, desto eindrucksvoller, aber auch waghalsiger werden die Unternehmungen, die Heinz Zak beschreibt. So erzählt er davon, wie er eine Vollmondnacht im November auf dem Gipfel des Wilden Pfaffs in 3456 Metern Höhe verbracht hat, dann berichtet er von seinen Erstbegehungen in den Kalkkögeln und schließlich vom Slacklining zwischen dem 150 Meter hohen Ilmturm und der Westwand der Ilmspitze. Selbstverständlich werden all diese Aktionen mit Bildern untermalt.

Fazit:
Nicht nur für Freunde des Stubaitals, sondern für alle anderen Bergbegeisterten ist das Buch "Stubai – Die Berge und das Tal" absolut empfehlenswert. Die Landschaftsaufnahmen sind äußerst eindrucksvoll und machen richtig Lust, die Stubaier Berge auf eigenen Sohlen kennen zu lernen. Die als Text verfassten Bergerlebnisse des Autors, die überwiegend in der Ich-Perspektive geschrieben sind, wirken sehr lebendig und erwecken beim Leser den Eindruck, selbst bei der Tour dabei gewesen zu sein. Die Anordnung der Texte hat Heinz Zak sehr klug gewählt, da die Spannung beim Lesen immer mehr zunimmt, weshalb man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ein wirklich rundum gelungener Bildband!

2016, Tyrolia Verlag ISBN-13: 978-3702235253, 208 Seiten, € 34,95
Für weitere Informationen: Tyrolia Verlag


Buchbesprechung vom 17.04.16 © Chris vom Alpic.net/forum


Fenster in die Allgäuer Alpen



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