Erste Hilfe am Berg - RUM-BAP-SAU-DIWAN

RUM - BAP --> SAU - DIWAN

(Bild © Outdoorschule Süd e.V.)RUM:
Auf den ersten Blick versucht man die Risiken der Notfallsituation wahrzunehmen; evtl. ist die verunglückte Person aus einem akuten Gefahrenbereich zu retten. Dann versucht man anhand der Analyse des Umfeldes bzw. Rekonstruktion des Unfallherganges auf mögliche Ursachen der Verletzung und der Verletzungsschwere zu schließen. Sofort beginnt ein gutes Unfall-Management durch effektive Koordination der Rettung und sofortige Notrufabsetzung.

BAP-Funktionen:
Jetzt beginnt die medizinische Versorgung mit einem Check der lebenswichtigen Vitalfunktionen wie Bewusstsein, Atmung und Puls.

Bei Ausfall einer BAP-Funktion ist sofortiges Handeln erforderlich:

  • Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung gehört der Patient in die stabile Seitenlage
  • Bei Bewusstlosigkeit und nicht normaler Atmung ist Herz- Lungenwiederbelebung erforderlich
Auch wenn Bewusstsein, Atmung und Puls vorhanden sind, kann bei entsprechender Veränderung dieser Vitalfunktionen ein SAU-gefährlicher Notfall vorliegen, der dann vorrangig versorgt werden muss.

SAU-gefährlich:
Daneben gilt es weitere lebensbedrohliche Zustände wie Schock, Atemstörung und Unterkühlung schnell zu erkennen und zu behandeln.

DIWAN:
Sind die ersten beiden Teile des Prioritätenschemas abgearbeitet, kann in aller Ruhe eine koordinierte Durchführung weiterer wichtiger - jedoch nicht mehr lebensrettender - Punkte erfolgen, z.B. Detailuntersuchung, Immobilisierung, Wundversorgung, Abtransport oder Notfallcampeinrichtung.

Fazit:
RUM - BAP --> SAU - DIWAN optimiert den Ablauf einer Rettungsaktion.

Mit freundlicher Genehmigung (© Outdoorschule Süd e.V.)