Testbericht Galleo Mid WP von Keen - Wanderstiefel / Wanderschuh

Galleo Mid WP - vielseitiger Wanderstiefel für Damen und Herren von KEEN


Einleitung
Pünktlich zum Frühjahr und zum Start in die Wandersaison stellt KEEN seinen neuen Galleo Mid WP (externe Weiterleitung zu einem Werbepartner) vor, der aus der European Made Kollektion stammt, die besonders auf in Europa produzierte Schuhe abstellt. Wir hatten in den letzten Tagen die Gelegenheit den Galleo Mid WP zu testen.
Unsere persönlichen Eindrücke haben wir wie gewohnt in einem Erfahrungsbericht zusammengetragen.

technische Daten / Ausstattung
KEEN Wanderstiefel Galleo Mid WP (Damen und Herren)
  • Stil: Wanderschuhe / Wanderstiefel
  • Einsatzbereich: Wandern, Reisen, Freizeit, Mittelgebirge
  • Wetter: wasserdicht und atmungsaktiv
  • Geschlecht: Damen und Herren
  • Futter: Midcut-Schaft mit atmungsaktiver und wasserdichter KEEN.Dry-Membran
  • Gummi: Zweizonen-Gummilaufsohle mit Zehenschutz
  • Obermaterial: Nubukleder
  • Gewicht: ca. 630 g (Schuhpaar in mittlerer Größe)
  • Preis (UVP): 179,95 EUR
Weitere Informationen: www.keenfootwear.com
Bezugsquellen: Fachhandel (externe Weiterleitung zu einem Werbepartner)
Test
Bereits beim Auspacken präsentiert sich der Galleo Mid WP als optisch ansprechender Wanderschuh. Sofort fällt die hochwertige Verarbeitung des Materials auf, was sich vor allem an den akkuraten Nähten als auch der ohne sichtbare Kleberückstände angebrachten Gummisohle festmachen lässt. Bei der Oberfläche handelt es sich um hochwertiges und wasserdichtes Nubukleder. Der farblich auf das Leder abgestimmte Schuhschaft besteht aus der bewährten wasserdichten und atmungsaktiven KEEN.DRY-Membran.
Die Schnürsenkel werden durch robuste Metallösen geführt und sind passgenau justierbar. Die sog. "Heel-Lock-Schnürung" sorgt für einen perfekten Fersenhalt. Der Einstieg in den Wanderschuh ist durch die sich weit öffnende Schuhlasche (Schuhzunge) sehr komfortabel. Die gepolsterte Lasche reduziert den Druck auf den Spann bei gebundenen Schnürsenkeln perfekt.


Im Schuh befindet sich ein anatomisch geformtes EVA-Fußbett mit eingebautem PU-Fersenkissen. Das Fußbett lässt sich bei Bedarf komplett herausnehmen. Beim Laufen hat man das Gefühl, das der Fuß angenehm fest im Fußbett verankert wird und eine ausgezeichnete Dämpfung durch Einlage und Sohle eintritt. Der Fuß wirkt nicht eingesperrt oder eingeklemmt. Jeder Fuß ist unterschiedlich geformt und hat dadurch natürlich auch andere Anforderungen. Durch die Möglichkeit die Einlegesohle entnehmen zu können, kann hier bei Bedarf vermutlich auch eine eigens für die eigenen Belange angepasste ergonomische Einlegesohle eingesetzt werden. Ein guter Orthopäde kann das bestimmt beantworten.


Das weitere Innenleben besteht aus einem atmungsaktiven Gewebe, der bereits angesprochenen KEEN.Dry-Membran und zeichnet sich durch einen angenehmen Tragekomfort aus.
Kommen wir nun zu den Laufeigenschaften des Galleo Mid WP: Das Laufen auf befestigten Wegen fällt äußerst bequem aus. Das Abrollverhalten ist ideal und führte bei uns zu keiner vorzeitigen Ermüdung der Füße. Im Gegenteil: Fast ist es so, als würde beim Aufsetzen des Schuhs die Abrollbewegung automatisch ausgeführt, was vor allem bei längeren Wanderungen einer vorzeitigen Ermüdung der Füße entgegenwirkt. Im Gelände, hier z.B. auf felsdurchsetztem Waldboden, überzeugt der Galleo Mid WP durch die Stabilität im Schuhaufbau. Er knickt beim Auftreten nur leicht ein und passt sich so den Unebenheiten zwar an, aber ohne die notwendige Stabilität zu verlieren. Gerade beim Fortbewegen im Gelände ist mit wechselnder Beschaffenheit des Untergrundes zu rechnen, worauf sich der Schuh in unserem Fall sehr gut eingestellt hat.
Auch nach längerem Tragen des Schuhs fühlt sich der Fuß gut an.


KEEN setzt auf eine eigene Schuhsohle, deren Eigenschaften mit "robustes Gummi mit hohem Grip" beschrieben werden. Wir konnten die Eigenschaften der Zweizonen-Gummilaufsohle auf normalen Straßen, Schotterwegen, Wanderwegen und im freien Gelände begutachten. Die Sohle bot auf diesen Untergründen durchgehend gute Griffigkeit und einen sicheren Tritt. Zudem sorgt die integrierte Stabilisierungsplatte für Unterstützung und Stabilität auf unterschiedlichsten Böden. Die Sohle zeichnet sich durch hohe Abriebfestigkeit aus. Das gelbe Dreieck ist dabei das Zeichen für KEEN.Protect und das schon sehr lange...


Überzeugt hat uns vor allem die verstärkte Gummikappe: Die berühmte „Zehenkappe“ hat KEEN im Hinblick auf Outdoor-Aktivitäten erfunden; das Ergebnis war die erste Newport-Sandale. Diese Innovation entsprang der Erwägung, dass eine Sandale die Zehen schützen sollte. KEEN gilt damit als Erfinder von Outdoor-Sandalen mit Zehenschutz. Aus diesem Produkt haben sich weitere Outdoor-Produkte entwickelt.
Soweit zu unseren Eindrücken und Erfahrungen. Wir werden die Langzeit-Eigenschaften des Galleo Mid WP weiter beobachten und an dieser Stelle weiter berichten.
Fazit
Empfehlung Der Galleo Mid WP hat uns auf ganzer Linie überzeugt und damit den guten ersten Ausdruck beim Auspacken im Praxistest bestätigt. Es handelt sich um einen ausgereiften Wanderschuh, der aus hochwertigen Komponenten in Europa hergestellt wird. Der Tragekomfort macht den Wanderschuh vielseitig einsetzbar. Ausflüge, längere Wandertouren oder gerade auch Einsätze im Mittelgebirge, z.B. in den Allgäuer und Lechtaler Alpen sind das bevorzugte Arbeitsgebiet des Galleo Mid WP. Das Test-Exemplar übernimmt in unserem "Schuhpark" zukünftig den Platz des Vorgängers und langjährigen Begleiters aus dem Hause Meindl, der viele schöne Touren und Berge erlebt, aber eben auch die besten Zeiten hinter sich hat.
Eindeutige Kaufempfehlung in Sachen Preis- /Leistung (UVP 179,00 EUR) (externe Weiterleitung zu einem Werbepartner) .

Vorteilsehr guter Tragekomfort
Vorteiloptisch ansprechendes Design
Vorteilhochwertiges Nubukleder
Vorteilwasserdichtes und atmungsaktives Innenfutter
VorteilPU-Mittelsohle mit hohem Maß an Dämpfung und Flexibilität
Vorteilrobuste Metallösen
Vorteilherausnehmbares anatomisch geformtes Fußbett
Vorteilhohe Abriebfestigkeit der Gummisohle
Vorteileingebauter Zehenschutz
VorteilHerstellung in Europa
VorteilPreis- / Leistung


Pflegeempfehlung:
Bei leichter bis mittlerer Verschmutzung Schuhe im trockenen Zustand mit einer Schuhbürste vorsichtig abbürsten. Flecken lassen sich mit speziellen Radiergummis ausarbeiten, wobei die Stelle nur mit leichtem Druck bearbeitet wird.
Bei starker Verschmutzung kann die Oberfläche mit Seife und Wasser bearbeitet werden. Anschließend lässt man das Nubukleder vollständig von innen und außen trocknen. Man sollte aufgrund der für Nubukleder charakteristischen samtigen Oberfläche keine Polituren oder Schuhcremes verwenden. Eine spezielle Lederbürste hilft beim Erhalt der weichen Oberfläche. Die Verwendung eines geeigneten Imprägniermittels kann die Oberfläche zusätzlich gegen Schmutz, Nässe oder auch UV-Strahlung schützen.
Über den Hersteller
KEEN ist ein US-amerikanischer Hersteller von Outdoor-Schuhen. Seit der Gründung in 2003 hat man sich einem umwelt- und sozialverträglichen Unternehmensstil verpflichtet.
Die Leitkultur von KEEN: Traditionelles mit neuen kreativen Ideen versehen und dabei wirtschaftliches Streben mit ökologischen Gedanken in Einklang zu bringen. KEENs Beitrag zur Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in den Produktionsschritten, wo die Verwendung von Naturmaterialien oder recycelten Stoffen Anwendung findet, sondern auch in zahlreichen eigenen Umweltaktionen bis zur Bereitstellung von Fördergeldern für gemeinnützige Umweltprojekte.

KEEN setzt seit 2015 auf "Made in Europa" und produziert mit einem Partner aus Italien Schuhe speziell für den europäischen Markt (siehe hierzu z.B. Artikel bei Schuhkurier).
Ein weiterer Artikel befasst sich mit der KEEN-Story.

Vorstellung: ViewRanger Outdoornavigation

Das Angebot an Outdoor-Apps ist mittlerweile etwas unübersichtlich geworden. Wesentliche Abweichungen im verfügbaren Kartenmaterial sind dabei kaum auszumachen. Lediglich in den Punkten Bedienung, Funktionsumfang und Einsatzmöglichkeiten gibt es Unterschiede. Wir werden in diesem Beitrag die App ViewRanger vorstellen, mit der wir bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Einleitung
ViewRanger bzw. ViewRanger Skyline - Outdoor-Karten und GPS-Navigation für Smartphone, Tablet und Smart Watches mit visueller Darstellung in der Skyline-Version (besondere Voraussetzungen der Hardware erforderlich, z.B. Gyroscope-Sensor oder Kompass).
Wie schön wäre es, wenn die Tourenplanung bereits zuhause am PC beginnt und man sich für die ausgesuchte Zielregion vorab über veröffentliche Touren anderer Nutzern informieren kann? Wie wäre es, wenn man sich zuhause das erforderliche Kartenmaterial zusammenstellen und auch schon mögliche Etappenziele festlegen kann? Das geht nicht? Doch, denn mit ViewRanger hat man unterwegs die komplette Tourenvorbereitung auf Smartphone, Tablet oder SmartWatch offline und jederzeit verfügbar dabei.
ViewRangers BuddyBeacon ermöglicht es, anderen Personen die aktuelle Position über die App oder das ViewRanger Webportal mitzuteilen. Hierzu ist eine PIN-Nummer erforderlich, die vorher dem berechtigten Personenkreis mitgeteilt wird. Man kann dabei selbst festlegen, ob bzw. und wann man "sichtbar" sein möchte oder nicht.
Bedienung
Zunächst reserviert man sich eine Nutzerkennung durch Anmeldung im Webportal von ViewRanger. Die ViewRanger-App ist kostenlos; die Software muss nicht aktiviert werden. Eine Aktivierung über das Webportal ist nur für Premium Karten erforderlich, die nicht direkt über die App gekauft wurden. Dieser Punkt hatte bei uns zunächst auch etwas Verwirrung ausgelöst. In der Rubrik "Support" fanden wir dazu die passende Antwort (halt nur in englisch). Im Anschluss installiert man auf dem SmartPhone etc. die ViewRanger-App aus dem entsprechenden App-Shop und meldet sich mit seinen Benutzerdaten an. Die App ist aktuell erhältlich für iPhone und iPad, Android-Geräte, Symbian-Geräte und Kindle Fire HDX 4G.


Karten für Offline-Nutzung speichern
Was uns mit am meisten interessierte, war die Möglichkeit topografische Karten für die Offline-Nutzung zu speichern. Hierzu klickt man in der App auf das Kartensymbol in der oberen Menüleiste. Durch einen weiteren Klick auf den kleinen Karten-Button oben rechts im Kartenfeld öffnet sich die Anzeige Bild 001. Mit einem Klick auf "Online-Karten" erhält man eine Übersicht der (auch offline) verfügbaren Karten (siehe Bild 002).

Nach Auswahl der gewünschten Karte, z.B. OpenCycleMap, verschiebt man die Karte solange, bis man die Zielregion im Blick hat (Bilder 003 + 004). Jetzt kann man mit Klick in das Raster einzelne Kacheln markieren, bis das gewünschte Gebiet abgedeckt ist. Danach unten links mit "Herunterladen" bestätigen.
Der von mir gewählte Kartenausschnitt der ViewRanger LandscapeMap hat eine Größe von ca. 130 MB. Die Auflösung beträgt 1:25.000 (Bild 005).

Das war schon alles. Über die Menü-Auswahl oben rechts "..." und "Meine Karten" kommt man auf die Übersicht der gespeicherten Karten. Durch Klick auf die Karte öffnet sich eine Auswahl zur Nachbearbeitung oder auch zum Löschen.



Routenverzeichnis
Der Aufruf des Routenverzeichnisses erfolgt über den ersten Menüpunkt (Wegweiser-Symbol). Sofern GPS aktiviert ist, öffnet sich zum Kartenausschnitt eine Auswahl an hochgeladenen Touren (=Routen). Routen werden von Autoren und der ViewRanger-Community veröffentlicht und entweder kostenlos oder kostenpflichtig als Download zur Verfügung gestellt. Über die Suchfunktion (Lupen-Symbol) kann die Zielregion auch direkt eingegeben werden, um entsprechende Suchergebnisse bzw. den Kartenausschnitt aufzurufen.

Die "Komfort-Auswahl" des Kartenmateriales durch ViewRanger ist kostenpflichtig und wird vor Download mit einem Endpreis angegeben. Auch der Download einer kostenpflichtigen Gesamtkarte (whole country) ist an dieser Stelle möglich (Bild 011). Alternativ wählt man analog der obigen Beschreibung die Offline-Karte der Zielregion selbst zum Download aus und spart sich damit evtl. Kosten.



Routenerstellung und Navigation
Im Webportal erstellen wir uns eine Route für die nächste Tour über die Auswahl "Routen und Tracks --> neue Route erstellen". Dann erfolgt die Umstellung der Karte auf ViewRanger Landscape, die uns sehr gut gefällt. Durch Eingabe von "Hochvogel" in der Ort-Suche, öffnet sich bereits ein Ausschnitt in der Nähe vom Schrecksee. Jetzt kann mich sich Auflösung und Ausschnitt der Karte zurechtlegen und mit der Erstellung der Route beginnen. Mit einfachen Klicks in die Karte entlang des eingezeichneten Wegverlaufes erstellt man Stück für Stück die geplante Route (Bild 012). Recht einfach ist auch das Editieren/Verschieben einzelner Routenpunkte. Jeder Punkt könnte mit Zusatzinformationen versehen werden, z.B. Rastplatz, Hütte, Biwak usw. Hat man sich so seine Route erstellt, erfolgt die Sicherung über das "Sichern"-Symbol. Nun hat man eine eigene Route erstellt, die über das Menü des Webportals jetzt auch unter "Routen und Tracks" aufrufbar ist. Zur Synchronisation mit dem mobilen Gerät öffnet man die App und wählt über das "..."-Menü den Link "Inhalte Synchronisieren". Hiermit werden die mit dem Nutzerkonto angelegten Routen synchronisiert und auf das mobile Gerät übertragen (Bild 013). Über den Menüpunkt mit dem "Profil"-Symbol gelangt man zur Übersicht der auf dem Gerät verfügbaren Routen. Hier ist nun auch unsere Schrecksee-Tour aufgeführt. Mit einem Klick auf die Route erscheint die dazugehörige Karte, eine Beschreibung (sofern bei der Routenerstellung eingegeben) und die Möglichkeit über den "Starten"-Button die Navigation zu starten (Bild 014).

Die Ergänzung von Routeninformationen, z.B. auch zum Teilen mit der Nutzer-Community, erfolgt ebenfalls über das Webportal. In der Kartenansicht bei der Routenerstellung gibt es hierzu den Button "Routeninformationen" (Bild 015).
Sofern man die Route nicht selbst erstellen und dagegen auf eine vorhandene gpx-Datei zugreifen möchte lässt sich diese sowohl direkt über die App (Bild 016) als auch über der Webportal (Bild 017) hochladen bzw. einbinden.

Es gibt also jede Menge Möglichkeiten der Routenplanung. Von angebotenen Routenpakete anderer Nutzer bis hin zur eigenen Routenerstellung mit dem Kartenmaterial im Webportal. Viele Editiermöglichkeiten geben Spielraum für die Menge an Informationen, die nach dem jeweiligen persönlichen Empfinden erforderlich sind.
Eine Möglichkeit der Routenerstellung haben wir bislang noch nicht in Betracht gezogen. Man kann auch einfach loslaufen und die Routen über das mobile Gerät aufzeichnen lassen (sog. gps-tracking). In der Nachbearbeitung lässt sich die aufgezeichnete Route ebenfalls umfangreich editieren, der Community zur Verfügung stellen, eine gpx-Datei importieren usw.



Echtzeitanzeige des Standorts (BuddyBeacon)
Mit der Funktion des sog. BuddyBeacon kann man seinen Standort mit anderen teilen und den Standort von Freunden auf dem eigenen Smartphone verfolgen. Man kann hierzu seinen eigenen Buddy einschalten (Aufruf über App: Bild 020+021), was bei Alleingängen ideal sein könnte. Es lassen sich zudem Buddies hinzufügen (Bild 022) und in Echtzeit verfolgen, was z.B. für Gruppenunternehmungen ideal ist. Dank PIN-Schutz ist es nur einem berechtigten Personenkreis und auch nur bei aktiviertem BuddyBeacon möglich den Standort zu sehen. Man kann zudem festlegen, ob das eigene Signal zur Standortbestimmung nur einmalig gesendet oder in verschiedenen Intervallen ständig aktualtisiert wird.

Mittels Benutzername und PIN lassen sich Buddies hinzufügen und sofern diese zur Standortangabe aktiviert wurden auf der Karte anzeigen. Die Anzeige ist sowohl unterwegs über die App (Bild 024) als auch zuhause über das Webportal möglich (Bild 025).



Mit Android Wear kompatibel
Android Wear ist eine Variante von Googles mobilen Betriebssystems speziell für SmartWatches. ViewRanger setzt aktive Navigation um auf das Handgelenk. Es funktioniert aktuell auf SmartWatches von Marken wie LG, Samsung und Motorola. Die kompatiblen Modelle sind bei Bedarf sicher schnell ausgemacht. Da wir selbst keine SmartWatch besitzen sollen die beiden nachstehenden Abbildungen veranschaulichen, wie das Ganze dann in der Praxis aussehen kann.


Skyline
Skyline identifiziert mithilfe der Kamera des Smartphones (iPhone, Tablet) markante Punkte in der Umgebung. So werden Gipfelnamen, Orte und Seen in Form von eingeblendeten Beschriftungsbalken angezeigt, je nachdem in welche Richtung man das Gerät halt. Die dafür verantwortliche Technologie nennt sich Augmented Reality (AR), worunter man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung versteht. Mit ViewRanger werden dabei sogar Echtzeit-Navigationspfeile im Display des mobilen Gerätes dargestellt. Voraussetzung für die Nutzung der Funktionen von Skyline ist ein erforderlicher Gyroscopesensor auf dem mobilen Gerät. Das von uns verwendete Tablet Samsung Galaxy Tab A6 hat diesen Sensor leider nicht. Zur Veranschaulichung greifen wir deshalb auf nachfolgendes Bildmaterial von ViewRanger zurück.
Fazit
Empfehlung Mit der Nutzung von ViewRanger haben wir bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Unterschied zu vergleichbaren Konkurrenzprodukten macht für uns neben der intuitiven Handhabung besonders die BuddyBeacon-Funktion mit der Möglichkeit der Echtzeit-Standortanzeige das gewisse Etwas aus. Auch die Skyline-Funktion - wenn wir Sie denn schon nutzen könnten - hebt sich von den Konkurrenten ab. Die Nutzung von ViewRanger in Kombination von Webportal und App auf dem mobilen Gerät deckt alle Anforderungen für Planung, Routenerstellung und eigentlicher Navigation ab. Zudem kann man die komplette Verwaltung seines eigenen Tourenarchives über ViewRanger vornehmen. Auch mit der Möglichkeit die eigenen Touren anderen Nutzern (unentgeltlich oder auch kostenpflichtig) zur Verfügung zu stellen. Auch wenn wir in unserem bestimmt nicht alle Funktionen von ViewRanger abdecken konnten, hoffen wir doch den Interessierten für den Einstieg in ViewRanger vorbereitet zu haben. Für weitere Fragen steht der Support von ViewRanger gerne zur Verfügung (please don't hesitate and contact ViewRanger).

Tipp:
  • Nach der Anmeldung über die App auf dem mobilen Gerät im Webportal zur Kontrolle "Mein Konto / neues Gerät hinzufügen" aufrufen. Hier sollte jetzt automatisch das Mobiltelefone bzw. Tablet aufgeführt sein. Ansonsten fügt man es mit dem 'Gerät hinzufügen'-Button hinzu. Mit den hier aufgeführten Geräten sind Karten und Routen automatisch mit dem Account verbunden.
  • Ebenfalls im Webportal ändert man unter den Profil-Einstellungen den Punkt "Routeneinstellungen / Routen in Meilen oder Kilometern anzeigen" in km ab. Damit werden die Maßangaben im Portal auf Meter bzw. Km abgeändert.

Vorteilkostenloses Kartenmaterial
VorteilDownload von Kartenmaterial für Offline-Nutzung möglich
VorteilKartenausschnitte zum Download einfach per Kachelauswahl (Kartenraster) markieren
VorteilOffline-Karten sind GPS-tracking-fähig
Vorteileinfache Trackaufzeichnung
VorteilPositionsweitergabe des eigenen Buddy durch Aktivierung Standortanzeige
VorteilAbfragemöglichkeit von befreundeten Buddy's (gesichert durch PIN)
VorteilSowohl PC-Oberfläche als auch mobil mit App
VorteilAndroid Wear fähig

NachteilAllgemeine Geschäftsbedingungen bislang nur in englisch
Unternehmen und weitere Links
Der Firmensitz des ViewRanger-Anbieters Augmentra Ltd. befindet sich in Cambridge, Großbritannien. Augmentra Ltd wurde schon mehrfach für seine technische Innovationskraft und den Erfolg seiner Produkte ausgezeichnet. Durch die Zusammenarbeit mit nationalen Kartierungsagenturen und kartographischen Verlagen auf der ganzen Welt bietet Augmentra die wahrscheinlich größte Sammlung von detaillierten topographischen Karten für digitale Navigation an. ViewRanger ist bei Such- und Rettungsmannschaften im Einsatz, darunter vielen Bergwachten und Rettungshundestaffeln.

ViewRanger (deutsche Seite)
MyViewRanger (Login/Registrieren)
Getting Startet Guide
BuddyBeacon: Einrichtung und Funktionsweise


Herstellerbeschreibung
Navigation:
  • Innovative aktive Navigation mit visueller Routenführung auf dem Bildschirm
  • Meldungen bei Abweichung von der Route
  • Meldung von Wegpunkten in der Nähe während der Navigation
  • Konstante Anzeige von Koordinaten oder Ihres exakten GPS-Standorts
  • Navigation zu Points of Interest (POI) oder festgelegten Koordinaten
  • Weder Mobilfunksignal noch mobile Daten erforderlich
Zugriff auf qualitativ hochwertige, weltweite Karten:
  • Offline-Nutzung von topografischen Premiumkarten und kostenlosen weltweiten Karten
  • Kostenloser Zugriff auf weltweite Straßenkarten, OpenStreetMap und Luftbilder
  • Kaufen Sie hochdetaillierte Premiumkarten in der App nach Bedarf (als Kachel, Region oder gesamtes Land)
  • Karten werden auf Ihrem Smartphone gespeichert und können zur Vermeidung von Daten-/Roaminggebühren offline verwendet werden
  • Mit der Zoomfunktion sehen Sie Details schärfer als auf einer Papierkarte
  • Karten können zur leichteren Handhabung auf dem Bildschirm gedreht werden (Head-up- und North-up-Ausrichtung)
Abenteuer aufzeichnen und mit anderen teilen:
  • Zeichen Sie mit ViewRanger Ihre Tracks auf und erstellen Sie eine kartierte Strecke Ihrer Abenteuer, einschließlich Statistiken und Fotos
  • Zeichen Sie all Ihre Trips und Abenteuer auf und speichern Sie diese in Ihrem Profil und online
  • Schauen Sie sich Statistiken und Diagramme für jedes Abenteuer an (Entfernung, Geschwindigkeit, Höhe usw.)
  • Ergänzen Sie Ihren Track mit Fotos von Flickr und Instagram und mit Nachrichten von Twitter
  • Teilen Sie Ihren Track mit Freunden und Familie über soziale Medien oder per E-Mail
  • Veröffentlichen Sie Ihre besten Trips, um sie mit der ViewRanger-Community zu teilen
Gleichzeitige Verwendung auf mehreren Geräten:
  • Rufen Sie Ihre Karten auf bis zu vier mobilen Geräten gleichzeitig und auf My.ViewRanger.com ab. Diese vier Geräte können Android- und/oder Apple-Geräte sowie Smartphones und/oder Tablets sein
  • Wenn Sie Ihr Telefon verlieren sollten, bleiben Ihre Karten erhalten
  • Synchronisieren Sie Ihre Tracks und Routen mit der My.ViewRanger-Website, um sie zu speichern und zu organisieren
Statistiken abrufen:
  • Eine Reihe von Sportcomputer-Funktionen versorgen Sie mit wichtigen Leistungsdaten
  • Passen Sie die Anzeige mit mehr als 30 Einstellungsmöglichkeiten individuell an die jeweilige Aktivität an
  • Erstellen Sie zusätzliche Ansichten für verschiedene Sportarten
  • Sehen Sie sich Statistiken als Nummern, Graphen oder Zifferblatt an
  • Nutzen Sie die Daten für Training, Wettbewerbe oder aus Spaß
Echtzeitanzeige des Standorts:
  • Mit BuddyBeaconTM können Sie Ihren Standort mit anderen teilen und den Standort Ihrer Freunde auf Ihrem Smartphone verfolgen
  • Freunde und Familie können Ihren Trip auf dem Smartphone oder im Internet verfolgen – ideal für diejenigen, die gerne alleine unterwegs sind
  • Fügen Sie Buddies hinzu und verfolgen Sie ihren Standort in Echtzeit auf Ihrem Telefon – ideal für Trips in der Gruppe
  • Dank PIN-Schutz entscheiden Sie, mit wem Sie Ihren Standort teilen
  • Verlinken Sie Ihren Twitter-Account und ergänzen Sie Ihre Beacon-Standorte mit Tweets – perfekt für Wohltätigkeitsevents oder gesponserte Trips
Eigene Routen erstellen:
  • Planen Sie Trips, berechnen Sie Entfernungen und schauen Sie sich Höhenprofile an
  • In der App …
    • Erstellen Sie komplett neue Routen auf Grundlage eines aufgezeichneten Tracks oder einer importierten .gpx-Datei
    • Nutzen Sie zur Erstellung Ihrer Routen kostenlose Online-Karten oder kostenpflichtige Premiumkarten
  • … und am Computer
    • Ergänzen Sie Ihre Routen mit Fotos, Audioclips, Text, Links und Symbolen
    • Nutzen Sie Tools zur automatisierten Routenerstellung für unterwegs
    • Veröffentlichen Sie Ihre Routen oder markieren Sie diese als privat
    • Synchronisieren Sie Ihre veröffentlichten Routen (und Karten) mit bis zu vier Geräten
Suchen und Orten:
  • Verfolgen Sie Ihre Standortkoordinaten in Echtzeit
  • Markieren Sie wichtige Orte als Points of Interest (POI)
  • Finden Sie Orte durch Eingabe von Kartenkoordinaten (ideal für Geocaching)
  • Suchen Sie nach Orten auf der Karte mithilfe von Ortsnamen oder Postleitzahlen
Mit Android Wear kompatibel:
  • ViewRanger ist eine der ersten Apps, die aktive Navigation auf Android Wear?-Smartwatches von LG, Samsung und Motorola ermöglicht

Quelle: 2017 © ViewRanger - mit freundlicher Genehmigung durch Oli Reed, Communications & Content Manager)

Testbericht Kelsey Boot WP

Kelsey Boot WP - Winterstiefel für Kinder von KEEN -

Einleitung
Nach unserem Produkttest im letzten Jahr für den Saltzmann WP hatten wir die Möglichkeit einen Winterstiefel für Kinder als Testobjekt zu erhalten. Mitte November kam der Stiefel zu uns, den wir dann gleich gründlich inspiziert haben. Einen ersten kurzen Bericht hierzu gab es bereits in unserem Blog. Wie bereits damals erwähnt hat sich unsere Tochter für die Farbkombination Magnet/Lagoon entschieden; ein Mix aus Türkis und Anthrazit. Auch nach 3 Monaten ist Sie mit Ihrer Farbwahl immer noch glücklich. Optisch hat der Schuh bereits beim Auspacken überzeugt. Er wirkt stabil, aber dennoch nicht zu wuchtig. Die Größenangaben der Schuhe passen im Übrigen zu der tatsächlichen Schuhgröße. Hier gibt es also keine größeren Abweichungen welche man bei der Anschaffung berücksichtigen müsste.
technische Daten / Ausstattung
Winterstiefel Kelsey Boot WP (Kinder)
  • Stil: Stiefel
  • Sonstiges: Wasserdicht, gefüttert, Winterstiefel, Schnürschuh, Winter
  • Einsatzbereich: Stadt, Wandern, Schule, Spielplatz
  • Wetter: Kalt - gefüttert, Nass - wasserfest
  • Geschlecht: Jugendliche (EU-Größe 32-38)
  • Futter: Wasserdichtes, atmungsaktives Futter
  • Gummi: Dualklima-Gummi-Laufsohle
  • Wadenumfang: 31.12cm/12.25"
  • Schafthöhe: 20.38cm/8"
  • Obermaterial: Leder, Textil
  • Preis (UVP): 99,95 EUR (derzeit erhältlich für ca. 70 Euro)
(*) EVA-Fußbett: Materialkunde

Weitere Informationen: www.keenfootwear.com
Bezugsquellen: Fachhandel und www.keenfootwear.com
Test
Nach einem verhaltenen Winter und spätem Schneefall ist es uns dennoch gelungen, den Kelsey Boot WP auf Herz und Nieren zu prüfen. KEEN wirbt unter anderem mit der abriebfesten Sohle, der guten Wärmehaltung durch die KEEN.Warm-Isolierung und natürlich einer wasserdichten Membran. Genau auf diese Ausstattungsmerkmale haben wir den Schwerpunkt unseres ausgiebigen Tests gelegt.


Nach dem ersten Probetragen im Freien bestätigte sich unser erster Eindruck: Der Schuh macht einen hochwertigen und sauber verarbeiteten Eindruck. Die Trageeigenschaften sind hervorragend. Der Stiefel wird einmalig mittels des Schnürsystems an den den Kinderfuß angepasst. Man benötigt beim ersten Anziehen natürlich etwas mehr Zeit, um die optimale Passform zu erreichen. Dafür ist der Schuh zukünftig mittels des wasserdichten Reißverschlusses schnell an- und ausgezogen. Der Reißverschluss läuft sauber und ohne Hakeln - und das auch nach 3 Monaten. Aufgrund der wasserdichten Gummierung geht der Reißverschluss etwas schwerer als ein normaler Reißverschluss. Aber selbst für eine zarte Mädchenhand stellt dies kein Problem dar.


Nach vielen kleinen Ausflügen - bis zu 2 Stunden - stand auch ein Langzeittest an. Der langersehnte Schnee kam nun endlich, und die Kinder vergnügten sich mehrfach fast den ganzen Tag am Schlittenhang. Also 7 Stunden Dauereinsatz unter harten Bedingungen; da muss ein Winterstiefel beweisen was er kann. Der Fellkragen stellte sich hier als großer Vorteil heraus. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine optische Verzierung, sondern um eine praktische Hilfe, die den Schnee vom Schuhschaft abhält. Egal wie tief und wie lange man im Schnee watet, der Schnee bleibt draußen....das ist natürlich gut so.
Extrem gut gefallen hat uns auch die Sohle; selbst am steilen Schlittenhang hat man immer einen guten Grip. Wo andere mit Ihren Schuhen nur am Rutschen waren, konnte man auch im festgefahrenen und rutschigen Schnee super den Berg hoch stapfen. Am Ende des Tages gab es weder Gejammer über kalte, geschweige den über nasse Füße. Auch nach mehreren harten Einsätzen im Schnee gab es keinen Grund zu Jammern. Selbst in der schneefreien (aber trotzdem kalten) Winterzeit gab es für unsere Tochter nur einen Lieblingsschuh in diesem Winter. Ich denke das ist ein guter Beweis, dass es sich hier um einen guten Mix zwischen Optik, Qualität und nützlichen & hochwertigen Materialien handelt.


KEEN setzt auf eine eigene Schuhsohle, deren Eigenschaften mit "robustes Gummi mit hohem Grip" beschrieben werden. Wir konnten die Eigenschaften der Sohle auf normalen Straßen, Schotterwegen und vor allem auch in Schnee und Eis testen. Die Sohle bot auf diesen Untergründen durchgehend gute Griffigkeit und einen sicheren Tritt. Das gelbe Dreieck ist dabei das Zeichen für KEEN.Protect und das schon sehr lange...


Überzeugt hat uns vor allem die verstärkte Gummikappe: Die berühmte „Zehenkappe“ hat KEEN im Hinblick auf Outdoor-Aktivitäten erfunden; das Ergebnis war die erste Newport-Sandale. Diese Innovation entsprang der Erwägung, dass eine Sandale die Zehen schützen sollte. KEEN gilt damit als Erfinder von Outdoor-Sandalen mit Zehenschutz. Aus diesem Produkt haben sich weitere Outdoor-Produkte entwickelt.
Soweit zu unseren Eindrücken und Erfahrungen. Wir werden die Langzeit-Eigenschaften des Kelsey Boot WP bei kalten Wetterbedingungen weiter beobachten und an dieser Stelle weiter berichten.
Fazit
Empfehlung Wenn man sich für den Kelsey Boot WP von Keen entscheidet, erhält man einen leichten Winterschuh mit einem komfortablen Fußbett. Die drei angebotenen Farbkombinationen lassen die Wahlmöglichkeit ganz nach dem persönlichen Geschmack. Die Ausstattung lässt dabei keine Wünsche offen: Das geringe Gewicht, sehr guter Tragekomfort und hohe Strapazierfähigkeit machen den Kelsey Boot WP zu einem perfekten und stabilen Winterschuh, der in allen Prüfungen wasserdicht war und hervorragende Wärmeeigenschaften besitzt. Auch auf längeren Touren haben wir an den Füßen keine Druckstellen gespürt oder Eingeschnürtheit bzw. Enge empfunden. Es sind keine Ermüdungserscheinungen an den Füßen aufgetreten. Wir sind immer mit trockenen und warmen Füßen zu Hause eingetroffen. Die Sohle bietet auch im Schnee und Eis einen guten Grip, zudem sind auch nach 3 Monaten ständiger Nutzung fast keine Abnutzungsspuren an den Sohlen zu erkennen. Verschmutzungen sind für den Schuh auch kein Problem; durch die wasserfesten Materialien kann man auch nach einem matschigen Spaziergang den Schuh einfach abwaschen oder abbürsten. In unserem Bericht sind auch Bilder in verschmutztem Zustand zu sehen, also vor der Reinigung. Egal ob im Gelände, auf Schotter- oder -Waldwegen, Straße, Spielplatz oder eben bei winterlichen Bedingungen...der Kelsey Boot WP ist immer ein angenehmer und verläßlicher Partner.

Vorteilwenig Gewicht
Vorteilschnell an- und ausgezogen
Vorteilatmungsaktive und wasserdichte Membran
Vorteilhervorragende Wärmeeigenschaften
Vorteilherausnehmbares anatomisches Fußbett
Vorteilguter Tragekomfort
Vorteilverstärkte Gummikappe
Vorteilsolide Verarbeitung


Das Angebot an Winterschuhen ist groß. Preislich befindet sich der Kelsey Boot WP im guten Mittelfeld. Der derzeitige Preis pendelt bei ca € 70, die UVP im November 2015 lag bei € 99,95. Die Preismarke von fast €100 Euro geht dann bereits ans obere Ende des Mittelfeldes. Vor dem Kauf sollte man die Schuhe auf alle Fälle anprobieren. Daher empfiehlt sich der direkte Vergleich im gut sortierten Fachgeschäft.

Über den Hersteller
KEEN ist ein US-amerikanischer Hersteller von Outdoor-Schuhen. Seit der Gründung in 2003 hat man sich einem umwelt- und sozialverträglichen Unternehmensstil verpflichtet.
Die Leitkultur von KEEN: Traditionelles mit neuen kreativen Ideen versehen und dabei wirtschaftliches Streben mit ökologischen Gedanken in Einklang zu bringen. KEENs Beitrag zur Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in den Produktionsschritten, wo die Verwendung von Naturmaterialien oder recycelten Stoffen Anwendung findet, sondern auch in zahlreichen eigenen Umweltaktionen bis zur Bereitstellung von Fördergeldern für gemeinnützige Umweltprojekte.

KEEN setzt ab 2015 auf "Made in Europa" und produziert mit einem Partner aus Italien künftig Schuhe in Rumänien (siehe hierzu z.B. Artikel bei Schuhkurier).
Ein weiterer Artikel befasst sich mit der KEEN-Story.

Nördl. Gardasee (Nago-Torbole): 30.08. - 04.09.16

Garda Hotel Forte Charme Am 30. August 2016 ging es los zu unserem diesjährigen Sommerurlaub nach Italien an den Gardasee. In der Vorbereitung gab es eine lange Suche in verschiedenen Reiseportalen, verbunden mit aufwendigem Vergleichen und sorgfältiger Sichtung der verschiedensten Bewertungen. Das dürfte Einigen von Euch bestimmt bekannt vorkommen. Letztendlich gaben Lage, Hotelausstattung und überwiegend positive Rückmeldungen den Ausschlag für eine Buchung im Garda Hotel Forte Charme in Nago-Torbole. Der Teilort Nago befindet sich oberhalb von Torbole und ist vielen Gardaseebesuchern dadurch bekannt, dass man von hier aus den ersten Blick auf den Gardasee werfen kann. Die Anfahrt erfolgt ab Autobahnausfahrt "Rovereto" (Brennerautobahn).

Blick auf den Gardasee vom Garda Hotel Forte Charme in Nago-Torbole
Herrlicher Panoramablick auf den Gardasee

Der erste Eindruck vom Hotel war sehr positiv: Saubere funktionelle Zimmer, hygienischer Holzfußboden, franz. Doppelbett (Kingsize) wie gewünscht, LED-TV, elektr. Zimmersafe, Minibar bzw. Zimmerkühlschrank, Balkon mit Sitzmöbeln, ausschaltbare Klimaanlage, freies WLAN und vieles mehr. Obwohl wir weniger als eine Woche gebucht hatten, wurde die Bettwäsche zwischendurch nochmals gewechselt. Handtücher auf dem Boden wurden beim täglichen Zimmerservice ausgewechselt. Der kleine Willkommensgruß mit einer Flasche Sekt hat uns sehr gefreut. Täglich werden wir kostenlos mit zwei Flaschen Wasser versorgt.
Wir haben uns an der Rezeption gleich mit Handtüchern für den Poolbereich versorgt (Kaution € 5 p.P.). Beim ersten Besuch des relativ neuen Poolbereiches mussten wir erstmal kurz Durchatmen: Traumhaft abgeschirmte Lage mit herrlichem Blick auf den See.

Zimmer mit Seeblick Willkommensgruß Pool mit Panoramablick

Zusätzliche Terassen mit Liegemöglichkeiten unterstützen den Wellnessfaktor. Wir haben fast jeden Tag die letzten Sonnenstrahlen auf dem 'Pooldeck' genossen.
Unterhalb vom Hotel stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Sollten die Plätze abends mal alle belegt sein, besteht auch die Möglichkeit das Fahrzeug auf dem Parkplatz direkt gegenüber vom Hotel zu benutzen (Parkplätze des Restaurantes 'Al Fortino').
Das Hotel bietet den idealen Ausgangspunkt für die Kombination aus Sport und Erholung. Es gibt gerade im nördlichen Bereich des Gardasees viele Möglichkeiten für Climbing, Wanderungen und Bike Touren. Daneben lassen sich auch mit Auto oder Motorrad zahlreiche Ausflüge in der näheren Umgebung durchführen. In unserer Linkaufstellungen haben wir hierzu einige Vorschläge zusammengestellt, was natürlich nur eine kleine Auswahl sein kann.

Liegestühle mit Aussicht Außenansicht Hotel beliebter Kletterfelsen in Nago

Es bieten sich in der näheren Umgebung viele Ausflugszielel an: Direkt am Fuße des Hotels liegt das malerische Städtchen Torbole mit toller Promenade und einer sehenswerten Altstadt. Torbole ist vom Hotel direkt übern die Privatstraße in ca. 15-20 Minuten zu erreichen. Der Rückweg dauert vermutlich etwas länger. Aperol oder Hugo Spritz sind hier auch nicht unbedingt leistungssteigernd. Daneben bietet sich eine Fahrt - mit dem Schiff ab Torbole oder direkt mit dem Auto - nach Limone an. Der Parkplatz direkt am Hafen hat uns bei unserem Besuch knapp 5 € gekostet; die Fahrt mit der Fähre mit zwei Personen hätte dagegen mind. 15 € gekostet. Parkmöglichkeiten am Hafen von Limone sind ausreichend vorhanden.
Ab Riva bietet sich die Wanderung auf dem 'Old Ponale Weg' an. Die Straße war früher der einzige Verbindungsweg zwischen Gardasee und dem Ledro-Tal. Von Riva del Garda aus führt sie in steile Wände gehauen und durch Tunnels und Festungen des Ersten Weltkrieges bis zum Wasserfall des Ponale Baches. Ein einzigartiges Wandererlebnis, das jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt.

Torbole Besuch in Limone Wanderziel: Wanderung auf dem Old Ponale Road Path

Ab Riva startet auch die aufregende Wanderung über die 'Bastion Riva del Garda' bis zu der hoch über Riva in der Felswand klebenden 'Santa Barbara Kapelle'. Riva del Garda selbst ist natürlich auch ein tolles Ausflugsziel. Kühle Gassen der Altstadt laden zu netten Shoppingstouren ein, um die heissen Tage am Abend ausklingen zu lassen.

Fotomotiv: Hafen von Torbole Wanderziel: Santa Barbara Kapelle Hafen von Riva del Garda

Auch bei Nacht ist in Riva del Garda Einiges geboten. Zu aktuellen Veranstaltungen erteilt das Personal an der Rezeption des Hotels gerne Auskunft.
Keinesfalls sollte ein Besuch des malerischen 'Malcesine' fehlen. Für Wanderer beginnt hier mit einer Seilbahnfahrt der Aufstieg zum Monte Baldo mit vielen Wandermöglichkeiten. Dabei nutzen nicht nur Wanderer oder Biker die Auffahrt. Über dem Gipfel kreisten bei unserem Besuch zahlreiche Gleitschirmflieger. Sehr beliebt sind auch Tandemflüge vom Monte Baldo, die hoffentlich immer mit einer weichen Landung auf einer kleinen Graszunge außerhalb von Malcesine enden. Wir haben mit Zuschauen begnügt. Malcesine ist auch Austragungsort beim Klippenspringen eines bekannten Österreichischen Groß-Sponsors.

Riva del Garda bei Nacht Hafen von Malcesine Santo Stefano in Malcesine am Hang des Monte Baldo

Mit dem Besuch in Malcesine beenden wir die kleine Zusammenfassung unsere Erlebnisse am Gardasee. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Urlaubstage zu gestalten; aktiv oder passiv. Wir haben uns jedenfalls immer wieder gefreut, wenn wir im Hotel angekommen sind und den Abend bei einem kühlen Getränk auf der Panoramaterrasse ausklingen lassen konnten.

Mauerbefestigung des Castello Scaligero in Malcesine Einheimischer Bewohner Garda Hotel Forte Charme von Torbole aus gesehen

Fazit:
Wir durften während unseres Aufenthaltes im Garda Hotel Forte Charme den ganzen Komfort und die Vorzüge eines Hotels erleben. Das freundliche und stets zuvorkommende Personal haben uns dabei sehr unterstützt. Bei unseren Ausflügen konnten wir die Region besser kennen lernen und auch das „dolce vita“ von seiner besonderen Art erleben. Wir können das Hotel und sein ganzes Team uneingeschränkt weiterempfehlen. Die wenigen negativen Bewertungen im Vorfeld können wir so nicht bestätigen. Klar ist die Akustik eines mit Holzfußboden ausgestatteten Hotel nicht mit der eines dämpfenden Teppichfussboden zu vergleichen. Gelegentlich sind vielleicht Geräusche aus den direkten Nachbarzimmern zu vernehmen; was natürlich auch vom rücksichtsvollen Verhalten der anderen Hotelbesucher abhängt. Dafür ist der Holzboden auf jeden Fall hygienischer. Die Befürchtungen über den störenden Verkehrslärm der Hauptverkehrsstraße von der Autobahnabfahrt Rovereto (A22) nach Torbole / Riva konnten wir so auch nicht bestätigen. Trotz des großen Verkehrsaufkommens haben wir die Lautstärke nicht als störend empfunden, zumal die Straße weit unterhalb im Fels verläuft. Vom Hotel sind auch lediglich die Serpentinen am Ortsausgang von Nago einsehbar. Die Privatstraße direkt vor dem Haus ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt - nur Anlieger und Radfahrer sind für die Benutzung freigegeben. Abgesehen davon haben vermutlich viele Hotels am Gardasee aufgrund der Infrastruktur mit Verkehrslärm zu kämpfen.
Danke für wunderschöne Tage am Gardasee!

Blick auf den Monte Brione (376m) vom Garda Hotel Forte Charme in Nago-Torbole
Blick auf das Bergmassiv des Monte Brione
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Garda Hotel Forte Charme

 


Abstecher in die Dolomiten (Südtirol): 21.08. - 22.08.2015

oder: Auf den Spuren des 1. Weltkrieges

Am 20. August 2015 geht es los zu unserem diesjährigen Sommerurlaub ans Meer nach Italien. Wir wollen uns den Weg nach Jesolo etwas versüßen und machen einen kurzen Halt in Füssen bei den Königschlössern, besuchen die Highline 179 in Reutte (die längste Fussgängerhängebrücke der Welt) und machen einen kurzen Stopp in den Dolomiten. Genauer gesagt am Passo Falzarego. Aber erstmal der Reihe nach.

Bild 1: Schloss Hohenschwangau mit Blick auf den Alpsee Bild 2: Schloss Neuschwanstein Bild 3: am Ufer des Alpsee

Donnerstag mittags geht es los in Richtung Füssen. Auf dem Wohnmobilstellplatz in Füssen ergattern wir am frühen Abend einer der letzten freien Stellplätze. Am Abend nach einer Stärkung machen wir noch einen Schönen Sparziergang am Ufer des Forggensee. Am nächsten Morgen satteln wir die Drahtesel und radeln in Richtung der Königschlösser. Die Strecke ist gut mit Radwegen ausgebaut und fast eben. In Hohenschwangau parken wir die Räder und gehen zu Fuß weiter. Unser Ziel war eigentlich die Marienbrücke um den schönen Blick auf das Schloss Neuschwanstein zu genießen. Leider ist Marienbrücke seit einiger Zeit wegen Bauarbeiten geschlossen. Unserer Laune tat das jedoch keinen Abbruch.

Bild 4: wir schauen von der Ehrenberg auf die Hängebrücke Bild 5: Blick Richtung Reutte Bild 6: Ruine Ehrenberg

Am Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Reutte. Wir wollten auf die Burgruine Ehrenberg wandern, und die Highline 179 besichtigten. Die längste Fussgängerhängebrücke der Welt. Der Aufstieg zur Ehrenberg bzw. der Zugang zur Highline 179 ist gut ausgebaut und zügig erreicht. An diesem schönen Sommertag ist natürlich einiges los, aber die Highline 179 ist für die Familie ein tolles und unvergessliches Erlebnis.

Bild 7: Familienfoto auf der Hängebrücke Bild 8: mit Blick auf die Ehrenberg Bild 9: Impression von der Highline179

Spät nachmittags setzen wir unsere Fahrt vor. Wir haben noch ein ganzes Stück vor uns über den Fernpass, nach Innsbruck über den Brenner und dann in die Dolomiten. Gegen 22 Uhr abends kommen wir auf dem Passo Falzarego an. Der Parkplatz an der Talstation zum Lagazuoi ist gut besucht mit Wohnmobilen, fast ausschließlich Italiener. Wir reihen uns mit ein und genießen erstmal die Nachtruhe. Der Passo Falzarego liegt auf einer Höhe 2105 m. Die 1909 erbaute Passstrasse war der schwierigste Streckenabschnitt der Dolomitenstrasse von Bozen nach Cortina d'Amprezzo. Bekannt wurde das Gebiet durch den 1. Weltkrieg von 1915 - 1918. Die Frontlinie lief hier direkt entlang wo sich vor ca. 100 Jahren Italiener und Österreicher bekriegt haben.
 

Bild 10: Parkplatz am Passo Falzarego Bild 11: Abzweigung zum Kaiserjägersteig Bild 12: alte Schützengräben

In dem Lagazuoi gibt es ein riesiges Höhlensystem welches heute wieder teilweise frei zugänglich ist. Der Gipfel des Lagazuoi (2762m) ist über mehrere Wege erreichbar. Zum einen der ganz bequeme Weg mit der Bergbahn, es gibt zusätzlich noch einen gut ausgebauten Wanderweg ohne technische Schwierigkeiten. Etwas beschwerlicher ist der Weg durch das Stollensystem. Hier ist auf alle Fälle ein Helm und eine Taschenlampe ratsam. Man kann das Höhlensystem im Übrigen in beide Richtungen begehen. Es geht hier im Berg ca. 1000 Meter rauf oder runter mit unzähligen Abzweigungen, Nebenstollen und wieder hergerichteten Räumen aus dem 1. Weltkrieg. Dazu später mehr. Der 4. und auch anspruchvollste Zustieg auf den Lagazuoi ist der Kaiserjägersteig. Dieser leichte Klettersteig der Kategorie A/B wird unsere morgige Aufstiegsroute darstellen, wir sind schon total gespannt. Der kriegshistorische Steig ist auch für trittsichere Kinder geeignet, es ist ratsam für Sicherungszwecke einen Steinschlaghelm und ein Seil/Klettersteigset mitzuführen.
 

Bild 13: Schönheit etwas abseits des Weges Bild 14: Blick nach unten Bild 15: Einstieg zum Klettersteig

Nach einem entspannten Frühstück in unserem Wohnmobil geht es bei strahlendem Sonnenschein los. Die ersten Meter folgen wir dem breiten Weg in Richtung des Lagazuoi. Nach einer viertel Stunden erreichen wir die Abzweigung zum Kaiserjägersteig. Von hier kann man auch einen Blick auf die Cengia Martini werfen, davon hören wir später noch mal. Nach den vorab gelesenen Beschreibungen sollte das ganze auch für unsere Kids machbar sein und wir schlagen diesen Weg ein. Ein schmaler Pfad führt uns unterhalb des Bergmassivs leicht ansteigend erstmal Richtung Westen. Erst auf Gras, zwischen Latschen und dann immer wieder auch über Geröll. Wenn man etwas Ausschau hält sieht man unterwegs immer wieder Kletterer in den Felswänden des Lagazoui. Ebenfalls interessant sind die alten Stellungen und Schützengräben der Frontlinie aus dem ersten Weltrkieg welche sich leicht abseits des Weges befinden, allerdings problemlos zu erreichen sind. Hier gibt es auch sehr viele wilde Edelweiß, ein herrlicher Anblick für den Naturliebhaber, pflücken ist natürlich verboten. Nachdem wir alle Schützengräben erkundet haben geht es weiter auf dem Pfad, so langsam näheren wir uns dem Fuß der Felswand. Inzwischen haben wir gut 2/3 unterhalb der Felswand gequert und kommen so langsam an den Einstieg des eigentlichen Klettersteigs.

Bild 16: Die Rinne von oben gesehen Bild 17: imposante Hängebrücke Bild 18: Blick zurück auf die Brücke

Eine steile Rinne gesichert mit großen Querbalken ist die erste größere Herausforderung. Die großen Felsstufen in der Rinne benötigen schon ab und an mal die Hände, vor allem bei den kleineren Wegbegleitern. Am Ende der Rinne sind wir auch direkt an der Felswand, und es geht stetig weiter nach oben. Nach wenigen Augenblicken können wir auch die Seilbrücke aus Stahl sehen, ein weiteres Highlight der Tour. Der Tiefblick ist fantastisch, die Brücke ist aber wirklich gut zu überqueren. Direkt nach der Seilbrücke kommt der anspruchvollste Teil der Tour. Ein schmales Band führt direkt am Fels entlang, ein Teil des Bandes ist aber nicht mehr so wirklich vorhanden, von daher ist es hier zum einen ganz schön ausgesetzt und auch etwas knifflig für die Kinder. Wir konnten aber die Passage super meistern, kein Problem. Für die nicht so ganz erfahrenen Geher empfiehlt sich hier auf alle Fälle entweder einen Klettergurt mit Klettersteigset oder eben ein Stück Seil mit im Rucksack zu haben. Nach dieser Passage geht es über den Fels und längere Gehpassagen nochmal ein ganzes Stück nach oben, die wichtigen Stellen sind immer wieder mit Drahtseilen gesichert und technisch unschwierig.
 

Bild 19: Die schwierige Stelle mit dem schmalen Band Bild 20: Die Seilbahn nehmen wir nicht Bild 21: letztes Stück zum Gipfel
 

Unsere Kinder können es kaum erwarten den Gipfel zu erreichen, und endlich ist es soweit. Über den Kaiserjägersteigt erreichen wir direkt neben dem Gipfelkreuz den Lagazuoi. Die Aussicht ist fantastisch, man hat einen herrlichen Rundumblick auf die benachbarten Gipfel und Täler. Noch haben wir strahlenden Sonnenschein und genehmigen uns erst mal eine ausgiebige Brotzeit und erlaben uns an der tollen Aussicht. Ein kalter Wind pfeift einem hier oben um die Ohren, man merkt die Höhe von fast 2800 m. Die Nähe zur Bergbahn ist unverkennbar. Auf dem Gipfel ist einiges los, auch die bekannten Sandalentouristen tummeln sich hier. Das ist auch kein Wunder wenn man sich den Weg von der Bergstation bis zum Gipfelkreuz ansieht. Ich habe selten einen so breiten und ebenen Weg auf dem Gipfel eines Berges gesehen. Inzwischen ziehen ein paar Wolken auf, wir machen uns auf den Weg in Richtung Bergstation.

Bild 22: Gipfelglück im Viererpack Bild 23: Stolz wie Oskar Bild 24: Die Autobahn zur Bergstation

Hinter der Bergstation ist der Abstieg in Richtung des Höhlensystems, man kann den Abstieg eigentlich nicht verpassen. Dies soll unsere Abstiegsroute werden. Es geht im Fels steil bergab, unschwierig und immer an den relevanten Stellen mit Hilfsmitteln gesichert. An einigen Stellen müssen wir warten und den Gegenverkehr passieren lassen. Auch hier oben gibt es noch jede Menge alte Schützengräben zu bewundern, es ist wirklich beeindruckend was man hier zu sehen bekommt. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir den Einstieg in den Tunnel. Eine oder mehrere Taschenlampen oder Stirnlampen sind hier Pflicht, es ist hier stockfinster und es gibt keinerlei Beleuchtung. Ein Helm ist in den engen Höhlen ebenfalls empfehlenswert, die Deckenhöhe  liegt oftmals unterhalb der normalen Körpergröße und man muss ab und an den Kopf einziehen. Auch hier ist immer wieder mit Gegenverkehr zu rechnen, auch sollte man auf nasse und rutschige Stellen Acht geben, welche in der Dunkelheit leicht übersehen werden. 

Bild 25: Bergdohlenversammlung Bild 26: Schützenstellungen unterhalb des Gipfels Bild 27: Einstieg in das Stollensystem

Nun stecken wir mitten in der Dunkelheit und gehen immer weiter in den Berg hinein. Es ist wirklich unglaublich was hier vor über 100 Jahren geschaffen wurde. Es gibt unzählige Seitengänge, Kammern, immer wieder Schützenstellung nach draußen oder Quergänge. Vereinzelt wurde auch Bereiche wieder hergestellt mit einem alten MG oder ein Aufenthaltsraum. Wirklich beeindruckend, auch wenn der Abstieg - je länger er dauert - auch ganz schön anstrengend ist und in die Knochen geht. Dennoch, eine überaus lohnenswerte Route.

Bild 28: Mitten im Dunkeln... Bild 29: überall gibt es etwas zu Erkunden Bild 30: altes Maschinengewehr

Am Ende des Höhensystems hat man noch die Möglichkeit zur Cengia Martini zu gehen, eine der wichtigsten Frontstellungen im 1. Weltrkieg. Die Gehzeit auf dem grasigen Felsband "Martini" dauert ca. 15 Minuten. Ich bin mal kurz dahin gejoggt, während der Rest der Familie sich eine kleine Pause verdient hatte. Anschließend haben wir uns gemeinsam an den restlichen Abstieg auf dem Normalweg zurück zur Bergstation des Lagazuoi gemacht. Überglücklich und überwältigt über das erlebte und gesehene erreichten wir mit den Kindern wieder unser Wohnmobil. Am Kaffee auf der Passhöhe gab es noch eine frische heiße Milch, bzw. für uns einen Cappuccino bevor die Reise weiter ans Meer bei Venedig geht.

Bild 31: unzählige Stollen und Ausgänge Bild 32: Blick auf den Normalweg Bild 33: wichtige Frontstellung: Cengia Martini

Fazit: Der Passo Falzarego ist eine überaus interessante Ausgangsposition für unzählige Wanderungen in unmittelbarer Umgebung. Sehr imposant ist das riesige Stollensystem und die alten Schützenstellungen aus dem 1. Weltkrieg.

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Auswertung der GPS-Daten
Mit dem sog. GPS-Track kann u.a. mit Programmen wie Google Earth der Routenverlauf betrachtet werden. "Google Earth" verwendet das Dateiformat .kmz (=komprimiert) bzw. .kml. Öffnet man die KMZ-Datei bzw. KML-Datei in "Google Earth", wird man automatisch zu den in den Dateien gespeicherten Orten (Koordinaten) geleitet.

Dolomitenausflug als Höhen- und Streckenprofil
Route und Profil:
- Online: Online GPS-Viewer URL: http://www.wanderpfa.de/touren/2015dolomiten/Dolomiten.gpx
- GPS-Tracks: .kml / .gpx