Tour 12: Krumbacher Höhenweg (15.10.2005)

Anreise
D-75181 Pforzheim nach Mittelberg (Kleinwalsertal)
Entfernung: ca. 275 km Fahrzeit: ca. 2 1/2 Std

Über die A 8 nach "Ulm", auf die A 7 Richtung "Kempten" - bis zum "Allgäuer Autobahndreieck", dann erst auf der A980 und später auf der Bundesstraße immer Richtung Oberstdorf. Kurz vor Oberstdorf dann Abzweigung ins Kleinwalsertal. Man passiert Riezlern und Hirschegg und erreicht schließlich Mittelberg. Hier kurz vor dem Ortsausgang nach links Richtung "Schwendle, Höfle" abbiegen und der schmalen Straße rechts hoch bis zum Gasthof Schwendle folgen. Hier großer Parkplatz (2.50 EUR Tageskarte).
up
Ausrüstung
  • gute Wanderbekleidung (einschl. Regenjacke etc.)
  • festes Schuhwerk für Geröll
  • Stöcke - erleichtern sicheren Stand übers Geröll, im Schnee und bei Steigung/Gefälle
  • Sonnenschutz für Kopf (Tuch/ Hut) und Haut (Sonnenmilch -spray)
  • Notfall-Set (praktisch 1.Hilfe-Tasche für Motorrad)
  • Handschuhe für Eisen- bzw. Stahlseilsicherungen des Klettersteiges
  • krampflösende Calcium-Magnesium-Tabletten (günstig in jeder Drogerie)
  • Handy / Notfall: Im Wildental guter Empfang, im weiteren Verlauf des Krumbacher Höhenweges mal mehr mal weniger Empfang von Mobilfunknetzen.
zur Linkseite: "Ausrüstung"
up
Wegbeschreibung
Innerekuhgehren-Alpe mit Blick hinunter ins Kleinwalsertal

Für unsere Abschlusstour fuhren wir zum ersten Mal in das Kleinwalsertal. Von dieser Seite haben wir die Allgäuer Alpen noch nicht angegangen. Schon richtig gespannt was uns erwarten würde und wie denn eine österreichische Enklave aussieht, fuhren wir bei noch völliger Dunkelheit kurz vor Oberstdorf die ansteigenden Kehren hoch ins besagte Tal. Sterne funkelten am Himmel und die Umrisse der umliegenden Berge zeichneten sich nur undeutlich gegen das Dunkel der Nacht ab. Auf den ersten Blick sah es hier genauso aus wie in jedem anderen Tal: hie und da ein paar Häuser direkt an der Straße und an den Berghängen vereinzelt flackernde Lichter.

schmucke Hütte kurz unterhalb der Oberen Wiesalpe In Mittelberg halten wir gespannt Ausschau nach dem Parkplatz beim "Gasthof Schwendle" und folgen dann kurz vor dem Ortsausgang der Abzweigung nach Links Richtung "Höfle, Schwendle". Ein schmales Sträßchen bringt uns auf die andere Seite des Kleinwalsertales, das durch ein kleines Flüsschen getrennt wird. Nach einigen Kurven gelangen wir an eine riesige Übersichtstafel, hinter der sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz anschließt - vom "Gasthof Schwendle" keine Spur. Wir beschließen hier unser Auto für 2,50 EUR Tageskarte abzustellen und genehmigen uns vor dem Abmarsch noch schnell ein Frühstück mit heißem Kaffee und Weckchen.
Um kurz nach Sieben gehts dann los ins Wildental, Richtung Fiderepasshütte, die laut Hinweistafel noch geöffnet sein sollte. Auch die Mindelheimer Hütte wurde hier noch als geöffnet geführt. Schau mer mal - wir hatten da andere Informationen. Die leicht ansteigende Straße führt zunächst nach Schwendle und nach wenigen Metern stehen wir auf einem riesigen Parkplatz (jetzt mal im Vergleich zum Parkplatz in Hinterhornbach) - direkt vor dem "Gasthof Schwendle". Wer sagts denn; wir waren auf dem richtigen Weg.

Vom Parkplatz (2,50 Tageskarte mit Erstattung bei Verzehr im Gasthof) führt eine noch schmalere Straße durch ein kleines Wäldchen zu einer schnuckeligen Pension, die mit weiteren Parkplätzen aufwartet (2,-- EUR: wir waren echt baff).
Auf der leicht ansteigenden breiten Fahrstraße lassen wir bald ein weiteres kleines Wäldchen hinter uns und gelangen ohne große Anstrengung zur Oberen Wiesalpe. Wir wollten jetzt nicht dem weiteren Verlauf des Wildentals folgen (stark frequentiert), sondern als echte Alternative an der Wiesalpe den Weg Richtung "Innerkuhgehrenhütte" einschlagen, der auf Größe eines angenehmen Wanderpfades geschrumpft zunächst erstmal in die andere Richtung führt. Davon aber nicht beirren lassen - dieser Weg belohnt uns schon nach kurzer Zeit mit einer prächtigen Aussicht.
In schweißtreibenden steilen Kehren steigen wir zügig empor und gewinnen so schnell an Höhe. Der Weg verläuft unterhalb der dem Wildental vorgelagerten Hammerspite - vor uns breitet sich das erwachende Kleinwalsertal aus. Im Hintergrund leuchtete der Hohe Ifen mit den ersten Sonnenstrahlen goldgelb und manch anderer Gipfel streckt seinen Hals neidisch über die Talgrenzen hinweg.
Obere Wiesalpe wichtiger Wegweiser Blick über das Talende des Kleinwalsertales Hoher Ifen in der Morgendämmerung Blick nach Mittelberg (Kleinwalsertal)

Das Gottesackerplateau und der Hohe Ifen im morgendlichen Glanz. Dieser Blick bietet sich in dieser Gesamtheit nur bei der von uns gewählten Aufstiegsvariante über die Innerkuhgehrenhütte - auf dem 'Normalweg' durchs Wildental ist die Aussicht eher auf die Schafalpenköpfe beschränkt.
Hoher Ifen mit Gottesackerplateau

Kurz nach 8:00 Uhr erreichen wir die Innerkuhgehrenhütte, kurz oberhalb der Baumgrenze. Eingangs der Tourenbeschreibung ist sie abgebildet - "Im Frühtau zu Berge" - das hat schon was. Jeden Augenblick rechneten wir damit, dass der Senner mit einem Krug warmer Milch aus der Hütte kam - aber nichts dergleichen passierte. Also machten wir uns fort Richtung Fiderepasshütte. Alternativ wäre von hier auch die Besteigung der Hammerspitze möglich, was wir aber in Anbetracht des noch vor uns liegenden Tagesprogrammes dann doch lieber ausließen.
Die Sonne leckte so nach und nach alle größeren Gipfel ab - die meisten davon sind uns unbekannt. Dagegen fällt einem die markante Erscheinung des Walmendinger Horns unwillkürlich ins Auge - nicht zuletzt wegen der Keilform und der auffälligen Lawinenschutzmaßnahmen.
Durch unseren kurvigen Steilaufstieg waren wir bereits auf ca. 1.700 m, was sich durch einen nur noch leicht ansteigenden weiteren Verlauf bezahlt machte. Beinahe auf einer Höhenlinie quert man unterhalb der Hammerspitze und der Hochgehrenspitze oberhalb des Wildentals langsam Richtung Talabschluss - verstreute Latschenbestände und steinige Schrofen begleiten den ausgetretenen 'Wanderpfad' . Direkt vor uns erheben sich die Schafalpenköpfe mit ihrer Schattenseite - die Sonne lässt sich hier wohl eher seltener blicken.
Richtung Fiderepass sanftes Erwachen manches mächtigen Gipfels Kanzelwand steiniger Weg unterhalb der Hammerspitze Blick auf die Schafalpenköpfe (Heimat des Mindelheimer Klettersteiges

Wir streifen wenig später die unbewirtschaftete Wannenalpe (1.800m) und sehen nach einer Kurve zum ersten Mal die Felsstufe unterhalb der Fiderepasshütte. Von unten qäult sich in vielen Kehren der 'Normalweg' aus dem Wildental (über die Fluchtalpe) empor. Jetzt sind wir richtig froh, am Anfang unserer Tour beim aussichtsreichen Aufstieg zur Innerkuhgehrenhütte etwas mehr geschuftet zu haben.
Gemächlich quert der Weg unterhalb in die Felsstufe und trifft hier auf den 'Normalweg'. Angesichts der Größe der Stufe war der Wegweiser zur Fiderepasshütte mit seiner Zeitangabe von 1/4 Stunde doch recht zuversichtlich. Solche optimistischen Angaben können kurzfristig Kraftreserven freisetzen und wirklich: in einer knappen 1/4 Stunden hatten wir die Hütte erreicht.
Hier oben empfängt uns strahlend blauer Himmel und ein noch nicht ganz ausgeschlafener Hüttenwirt, der für den letzten Ansturm in diesem Jahr die Tische eindeckte. Er versprach uns im Falle unserer Rückkehr bis 17:00 Uhr etwas Essbares aufzuheben. We will see.
Die Hochgehrenspitze, eigentlicher Hausberg der Fiderepasshütte, lockte mit Ihrem einladenden Aussehen geradewegs zu einer Besteigung - ein anderes Mal. Die Namensgebung scheint uns etwas verwirrend, ist doch die Rede von Hammerspitze, Hochgehrenspitze und Schüsser.
Richtung Fiderepass Hochgehrenspitze, auch Schüsser genannt geöffnete Fiderepasshütte Fiderepasshütte vor ihrem Hausberg, der Hochgehrenspitze (oder auch Schüsser)

Nach kurzer Stärkung brechen wir zum Fiderepass auf (haben hierzu auch irgendwo 'Saubuckelscharte' gelesen). Ja, ja - die vielen Namen.
Leicht ansteigend queren wir im Anstieg auf die Fiderepassscharte die Geröllausläufer des Nördlichen Schafalpenkopfes. In seinem Schatten und vor der imposanten Kulisse der spitz aufragenden Hochgehrenspitze schlummert die Fiderepasshütte friedlich unter uns. Die Aufmerksamkeit gilt nun aber wieder dem weiteren Verlauf des Anstieges, wo kurze steile und zackige Kehren den Abschluß bilden und Trittsicherheit gefragt ist.
Auf der Scharte angelangt, sind wir vom dem sich uns bietenden Blick auf die Allgäuer Alpen förmlich überwältigt: Im Hintergrund ragt die markante Gestalt des Hochvogels aus dem Dunstschleier und die Zacken der Höfats grüßen weiter vorne ebenfalls zu uns herüber.
Leider sind uns auf dem Grat die erreichten Höhenmeter nicht lange vergönnt, da wir kurz vor den Startlöchern des Mindelheimer Klettersteiges nach links abzweigen und dem Wegweiser Richtung "Mindelheimer Hütte" folgen.
Blick vom Fiderepass auf die gleichnamige Hütte gerölliger Anstieg zum Fiderepass bekannt markanter Hochvogel mit ebenso markant bekannter Höfats vom Fiderepass aus gemeinsamer Wegverlauf mit dem Mindelheimer Klettersteig

In dem mit Felsbrocken übersääten Gelände schlängelt sich der Pfad schnell bergab. Stellenweise kann man den Wegverlauf nur erahnen. Orientierung schaffen hier die etwas verblassten Markierungen. Ganz verlaufen kann man sich hier aber trotzdem nicht - der Weg hält sich dicht an den geröllbedeckten Ausläufern der steilen Felswand vom Nördlichen Schafalpenkopf.
Abzweig des Krumbacher Weges kurz nach der Fiderepass-Scharte felsiger Abstieg aus der Fiderescharte unübersichtliches steiniges Gelände im Abstieg langsam ist ein Pfad erkennbar auf dem richtigen Weg

Der häufige Wechsel zwischen Felsbändern und grasigen Flecken erfordert Trittsicherheit. Auch wenn das sich das durch das zunehmende Aussichtsvergnügen schwer umsetzen lässt. Lieber öfter mal stehen bleiben und den Ausblick genießen und dann wieder die nächsten Schritte konzentriert durch die 'Trümmerlandschaft' setzen.
An der Taufersalpe gelangen wir an die Abzweigung, die vorbei am kleinen Guggersee hinab nach Birgisau und nach Oberstdorf führt. Der Guggersee ist vielen Fotografen ein Begriff durch das sich auf der Wasseroberfläche spiegelnde Motiv des "Allgäuer Dreigestirns". Boris hat auf seiner Seite "gipfelsuechtig.de" eine traumhafte Aufnahme gemacht. Langsam windet sich der Pfad bergab, macht dabei einen Bogen nach rechts und führt uns auf einer Höhe von ca. 1.850m bequem zu einem imposanten Naturschauspiel:
letzte Höhenmeter Abstieg bis zum Krumbacher Weg karge Felslandschaft entlang vom Krumbacher Weg der Weg ändert sich in einen Panoramaweg erster Güte offiziell sind wir jetzt auf dem Krumbacher Weg Blick zurück auf den Krumbacher Weg
Uns bietet sich ein Blick vom Arlberg über die Lechtaler, den Allgäuer Hauptkamm bis hin zu Höfats und Hochvogel, die wir ja bereits vorhin schon gesehen haben. Uns gegenüber erhebt sich gegen den leichten Dunst das gewaltige Bergmassiv des Biberkopfes mit einem kleinen Puderzuckerüberzug. Weiter westlich erheben sich Linkerskopf und Hohes Licht und das Allgäuer Dreigestirn. Jenseits des Rappenalptales lassen sich Enzian- und Rappenseehütte ausmachen - wenn man dann weiss wo man suchen muss *grins*.
atemberaubendes Panorama auf den Hauptkamm der Allgäuer Alpen

Diese überwältigende Aussicht macht den Krumbacher Höhenweg mit zu einem der schönsten und gleichzeitig bequemsten Höhenwege in den Allgäuer Alpen. Gewiss ist man hier zur Hauptsaison nicht gerade alleine, aber eine Begehung ist für Tourengeher in den Allgäuern einfach ein Highlight. Die großen Wanderherden werden meist auch nur geballt an der Fiderepasshütte oder Mindelheimer Hütte auftreten. Zwischendurch verteilt sich die Meute auf den Klettersteig und eben den Krumbacher Höhenweg. Uns ist bei unserer Begehung an einem Oktoberwochenende auf dem Krumbacher nur eine Person entgegengekommen - drei haben wir überholt. Auch für einsame Tourengeher sicher noch zumutbar ;o).
Immer wieder geht unser Blick hinüber zu dem gewaltig aufragenden Biberkopf, der uns linkerhand begleitet und uns bis zur Mindelheimer Hütte auch nicht mehr von der Seite weicht - der wartet hier bestimmt noch nächstes Jahr auf unsere Rückkehr *schmunzel*.
freier Blick auf das Allgäuer Dreigestirn den Fotografen mal richtig ins Bild gesetzt Charakteristik vom Krumbacher Weg: Aussicht, Aussicht und nochmal Aussicht prächtiges Bergmassiv: der Biberkopf die letzten Meter des Krumbacher Weges bis zur Mindelheimer Hütte vom Kemptner Köpfle aus aufgenommen

Schließlich erreichen wir ohne größere Anstrengung die Mindelheimer Hütte, deren verstreute Gebäude schon eher an eine kleine Siedlung erinnern. Leider war heute keine Siedler mehr anzutreffen. Wie Eingangs schon erwähnt, waren die Angaben am Parkplatz in Mittelberg nicht aktualisiert worden - hätten wir uns darauf verlassen, wäre das ein schöner Reinfall geworden. Aber wir hatten uns ja vorab über das Internet informiert (eine Schar mehr oder weniger glücklicher Wanderer offensichtlich nicht).
Nach einer ausgiebigen rein äußerlichen Erkundung der "Örtlichkeiten" und des üppig ausgestatteten Winterraumes (DAV-Schlüssel erforderlich) gings weiter Richtung Kemptner Scharte, von der man optional auch noch schnell das Kemptner Köpfle mitnehmen kann. Das lag aber schon bei unserer Überschreitung der Schafalpenköpfe auf unserem Weg und wir konzentrierten uns nun voll auf den Abstieg aus der Kemptner Scharte ins Wildental.
Mindelheimer Hütte - leider schon geschlossen separater Winterraum (DAV-Schloss) dieser Ort war zum Glück geöffnet Hausberg der Mindelheimer Hütte: Das Kemptner Köpfle oder auch Kempterle nochmal bergauf Richtung Kemptner Scharte

Bevor man sich die wilden, ja schon fast furchterregenden Serpentinen auf dieser Seite ins Wildental hinabmacht, genießt man den prächtigen Ausblick auf Liechelkopf über Elfer und Zwölfer durchs Wildental bis runter ins Kleinwalstertal. Auf der anderen Seite nehmen wir Abschied vom Biberkopf und einem letzten Blick auf den Allgäuer Hauptkamm *winke winke*.
Rückblick von der Kemptner Scharte zur Mindelheimer Hütte kurzer und lohnender Abstecher auf das Kemptner Köpfle Blick auf Elfer und Zwölfer vom Kemptner Köpfle aus Blick vom Gipfel aus nach Mittelberg Abstieg von der Kemptner Scharte ins Wildental

Langsam arbeiten wir uns auf den rutschigen Kehren die ersten Steilen Höhenmeter hinunter. Trittsicherheit ist hier unbedingt erforderlich - Stöcke helfen hier gut das Gewicht abzubremsen. Recht schnell erreicht man das Hochplateau der Hinteren Wildenalpe und hat nun die Möglichkeit über die Vordere Wildenalpe oder direkt zur Fluchtalpe weiter ins Wildental abzusteigen. Beide Varianten führen, teilweise seilgesichert, über die gewaltige Felsstufe, die wir bereits beim Aufstieg zur Fiderepasshütte in Augenschein nehmen konnten. Bei der ersten Variante folgt man zunächst einige Zeit dem Verlauf des Wildenbaches, der sich wenig später über die Felsstufe in die Tiefe stürzt. Weniger dramatisch erreicht man kurz darauf auf dem Wanderweg die Vordere Wildenalpe und folgt hier der 'Autobahn' (Normalweg zur Fiderepasshütte) hinab zur Fluchtalpe.
Die schlimmen Regenfälle im September 2005 haben auch hier zu großer Verwüstung und weggespülten Wegen geführt. Die Spuren waren trotz verschiedener Reparaturmaßnahmen überall sichtbar.
Auf der Fluchtalpe wurden wir von einer vergnügten und lautstarken Wandergruppe empfangen, was uns dann doch zu einem zügigen Weitergehen veranlasst hat. Auf breiter Fahrstraße folgen wir dem wieder gezähmten Wildenbach weiter hinunter ins Tal.
Abstieg ins Wildental Talstation vom Materiallift der Fiderepasshütte Fluchtalpe vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenes Wildental

Blick zurück auf die großartige Kulisse der Schafalpenköpfe und gleichzeitig Heimat des Mindelheimer Klettersteiges über dem Ende des Wildentals. Schön zu sehen ist hier nochmal die vorgelagerte bewachsene Felsstufe, die es beim Abstieg von der Kemptner Scharte zu durchqueren gilt.
Wildental mit Schafalpen-Panorama


Die Kräfte, mit denen die Wassermassen des Wildenbachs sich bei der Naturkatastrophe ihren Weg ins Tal suchten, lassen sich angesichts dieser Bilder nur erahnen. Der Fahrweg wurde weitestgehend wieder hergestellt und auch weiter unterhalb waren ganze Berghänge die abgerutscht waren, wieder am Berg aufgeschüttet worden.
Beim Abstieg sind wir auf eine achtlos weggeworfene Plastikflasche gestoßen, die - so ein Zufall aber auch - den Namen des von uns heute besuchten Höhenweges trug. Dabei dürfte es sich allerdings weniger um Eigenwerbung als vielmehr um vermeidbare Umweltverschmutzung handeln.
Zum letzten Mal blicken wir zurück auf die in der Abendstille verharrenden Schafalpenköpfe, bevor wir hinter der Almwiese wieder in das kleine Wäldchen abtauchen und kurz darauf beim Gasthof Schwendle wieder am Parkplatz ausgespuckt werden. Eine schöne Panoramatour ist leider wieder viel zu schnell zu Ende gegangen. (Mark, Oliver 10/2005)
Hochwasser-Schäden im Wildental Die Idee vom Krumbacher Weg falsch verstanden nochmal ein Blick zum Abschied zurück ins Wildental Parkplatz Mittelberg-Schwendle - geschafft!

up
Fazit:
Tolle Panoramarundtour mit so vielfältigen Eindrücken, die nur die Allgäuer Bergwelt bieten kann. Man kann den Besuch von zwei Hütten einplanen und gelangt am Ende sogar wieder an den Ausgangspunkt zurück. Allerdings sollte man die Hüttenöffnungszeiten beachten, um keine Überraschung zu erleben. Die technischen Anforderungen beschränken sich auf allgemein gute Verfassung und Trittsicherheit. Beim Abstieg aus der Kemptner Scharte sind einige unspektakuläre seilgesicherte Stellen zu passieren. Die Tour ist bei guten Wetterbedingungen in jedem Fall familien- und hundetauglich und dürfte für alle Teilnehmer bei entsprechender Vorbereitung und Ausrüstung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Weitere Links und ausführliche Hinweise:
Oberstdorf - Kleinwalsertal: Wanderkarte mit Aktiv Guide, Radwegen (1 : 25 000)


Karte "Allgäuer Alpen" vom Bayr. Landesvermessungsamt (1 : 50 000) mit GPS-Gitter


up
Tipps
Parkmöglichkeiten:
In Mittelberg rechts abbiegen nach Schwendle. Unterhalb vom Gasthof Schwendle und direkt am Gasthof ausreichend Parkmöglichkeiten (Parkscheinautomat Tageskarte EUR 2,50) - also genügend Kleingeld mitnehmen. vor der Kirche abbiegen. Parkmöglichkeiten rechterhand am Höhenbach (vor der Volksschule) bzw. die Straße auch noch ein kleines Stückchen weiter nach hinten.
beste Wanderzeit:
Entsprechend den Witterungsbedingungen und mit entsprechender Ausrüstung: Sommer (eher überlaufen) und Herbst. Besonders schön während eines "goldenen Oktobers" - hierzu aber die Hüttenöffnungszeiten der Fiderepass-Hütte beachten. Bei Nässe erschwerte Bedingungen beim Abstieg von der Kemptner Scharte ins Wildental (äußerst rutschig - unangenehm steil)
Wasservorräte:
Ausreichend Trinkvorrat + Proviant mitführen.
Mobilfunk:
Im weiten Rund des Wildentals, auf der Fiderepasshütte, sowie auf dem Krumbacher Weg fast durchgehend Empfang von mehreren Mobilfunknetzen. An Wochenenden sowieso starke Frequentierung des Krumbacher Weges bzw. des Mindelheimer Klettersteiges (kurze Rufentfernung).

up
Auswertung der GPS-Daten
Mit dem sog. GPS-Track kann u.a. mit Programmen wie Google Earth der Routenverlauf betrachtet werden. "Google Earth" verwendet das Dateiformat .kmz (=komprimiert) bzw. .kml. Öffnet man die KMZ-Datei bzw. KML-Datei in "Google Earth", wird man automatisch zu den in den Dateien gespeicherten Orten (Koordinaten) geleitet.

Tour als Höhen- und Streckenprofil
Route und Profil:
- Online: Online GPS-Viewer URL: http://www.wanderpfa.de/touren/tour12/krumbacher.gpx
- GPS-Tracks: .kml / .gpx
up

up
Übersicht
up